Mit Beginn des neuen Kita-Jahres ab 1. August erhalten die Kitas mehr Personal für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren für die Förderung von Kindern, die in Wohngebieten mit sozial benachteiligenden Bedingungen leben. Gleichzeitig wird die Beitragsfreiheit erweitert. Waren bisher die letzten drei Jahre vor der Schule beitragsfrei, ist es jetzt zusätzlich das vierte Jahr. 

Wie die Senatsbildungsverwaltung mitteilt, werden derzeit rund 159.000 Plätze in den Kitas (ohne Tagespflegestellen) angeboten. Vor den Ferien besuchten rund 155.000 Kinder die Berliner Kitas. Da jetzt die älteren Kita-Kinder eingeschult werden und die jüngsten erst nach und nach in die Kita kommen, werden zum Start des Kita-Jahres voraussichtlich rund 145.000 Kinder eine Kita besuchen.

Die Verbesserungen im Einzelnen:

1.    Beitragsfreiheit

Beitragsfrei sind ab 1.8. alle Kinder, die 2014 oder früher geboren sind. Ab 1.8.2017 sind alle Kita-Kinder beitragsfrei, die vor dem 1.10.2016 geboren sind, ab 1.8.2018 dann alle Kinder. Die Eltern zahlen nur noch den Beitrag für das Mittagessen.  

2. Besserer Betreuungsschlüssel

Ab 1.8.2016 betreut eine Erzieherin oder ein Erzieher 0,5 Kinder weniger als bisher.  

3.    Mehr Zeit für die Kitaleitung

Nach dem derzeit geltenden Personalschlüssel erfolgt eine vollständige Freistellung für Leitungsaufgaben bei 120 Kindern. Ab dem 1.8.2016 wird diese Freistellung bei 110 Kindern und ab 1.8.2017 bereits bei 100 Kindern erfolgen. 

4.    Unterstützung für Kinder aus sozial benachteiligenden Wohngebieten

Der Personalzuschlag für die Förderung von Kindern, die in Wohngebieten mit sozial benachteiligenden Bedingungen leben, wird ab 1. August 2016 je Kind erhöht, die Wohngebiete werden weiter gefasst.

5. Unterstützung für Ausbildung Quereinsteiger

Zukünftig werden die für die Anleitung der Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger zuständigen Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas stärker entlastet. Damit wird die Praxisausbildung erleichtert. Das Land stellt Mittel für „Zeit für Anleitung“ bereit. Kindertageseinrichtungen können auf Antrag für jede/n Beschäftigte/n in berufsbegleitender Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr Mittel im Umfang von 2 Stunden wöchentlich zur Kompensation der Anleitung erhalten.