Schichtdienst, Nachtschichten, Wochenendarbeit – Eltern mit Arbeitszeiten jenseits der Fünftagewoche und dem Achtstundentag haben oft ein Problem mit der Kinderbetreuung. Wer nicht auf Großeltern, Nachbarn oder Babysitter zurückgreifen kann oder will, kann „ergänzende Kindertagespflege“ in Anspruch nehmen – kostenfrei bis zur zweiten Klasse der Grundschule.

Mütter und Väter haben die Möglichkeit, neben dem regulären Betreuungsgutschein noch einen weiteren Gutschein für die Kinderbetreuung ihres Kindes/ ihrer Kinder zu beantragen. Der Betreuungsgutschein heißt "Gutschein für ergänzende Kindertagespflege". Dieser kann beantragt werden, nachdem eine Betreuungsperson (nicht mehrere) gefunden wurde. Alle Betreuungspersonen, das können auch Bekannte und Freunde sein, die die Betreuung übernehmen, werden durch das zuständige Jugendamt überprüft.

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Voraussetzung ist, dass ein Kind, das ergänzend betreut werden soll, auch in einer Regelbetreuung sein muss. Die ergänzende Betreuung muss außerhalb der Öffnungszeiten von Kindertagespflege, Kindertageseinrichtung und Hort der Grundschule liegen. Mögliche Betreuungszeiten sind sehr früh morgens, am späten Nachmittag, abends oder nachts.

Das Angebot gibt es seit 2017. Schätzungsweise die Hälfte der insgesamt 200 von MoKiS vermittelten Familien sind alleinerziehende Eltern mit Kindern, bilanzierte die Jugendverwaltung im September 2019. Demnach konnten von MoKiS vor allem Mütter und Väter, die im Schichtdienst arbeiten oder selbstständig tätig sind, profitieren. Ein Großteil sind Fachkräfte in der Altenpflege, in Krankenhäusern, im sozialen Bereich und im Einzelhandel. Die selbstständig tätigen Eltern müssen regelmäßig am Abend oder an den Wochenenden arbeiten, zum Beispiel in der Musik- und Filmbranche, an Theatern und als freiberufliche Tanz- oder Yogalehrer und -lehrerinnen.

Alle Infos – für Eltern und potentielle Betreuungspersonen: www.mokis.berlin

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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