Nach dem PISA-Schock die nächste Hiobsbotschaft: Im ersten deutschen Leistungsvergleich von Grundschulen steht Berlin ganz unten. Julia Cramer und Dennis Wagner haben Berliner Schulen besucht. Was sie dort herausgefunden haben ist in der rbb-Mediathek zu sehen.

Bild: rbb/Dennis WagnerEin Fünftel der Viertklässler schafft die Mindestanforderungen im Lesen nicht, in Mathematik ist es noch schlimmer. Warum können Berliner Grundschüler schlechter schreiben und rechnen als bayerische oder sächsische - trotz aller Reformen - oder gerade deswegen?

Liegt es daran, das Berlin Migrationshauptstadt ist, oder daran, dass überdurchschnittlich viele Kinder aus bildungsfernen Familien kommen? Kümmern sich die Eltern zu wenig - oder zu viel und bremsen dabei die Lehrer? Sind gar die Lehrer schuld - oder überfordert? Oder sind es die Tests selbst, die zweifelhaft sind?

Berlin war seit dem ersten PISA-Schock immer Spitzenreiter bei Schulreformen, hat viel Geld für Sprachförderung investiert, doch die jüngsten Ergebnisse sind ernüchternd. Eltern, die sich in diesen Wochen auf die Suche nach der „richtigen Schule“ für ihre Sprösslinge gemacht haben, sind verunsichert.

Philipp Möller, der als Vertretungslehrer an verschiedenen Berliner Grundschulen gearbeitet hat, meint sogar: „In Berlin kann jeder Lehrer werden ... Wir leben in einer hoch technologisierten Gesellschaft und befinden uns pädagogisch in der Steinzeit.“

rbb kontrovers: Note 6 für Berliner Schulen?

Die rbb-Autoren Julia Camerer und Dennis Wagner sehen sich in Berliner Schulen und im „Dschungel“ der verschiedenen Bildungsangebote um. Erstaustrahlung am Dienstag, 11.12.2012 um 21 Uhr im rbb Fernsehen

Keine Zeit oder Sendung verpasst: mediathek.rbb-online.de/fernsehen