Nach den Winterferien, vom 17. bis 26. Februar, können Eltern ihre Kinder für die 7. Klasse einer Oberschule anmelden. Alle Infos dazu gibt es auf den Seiten der Bildungsverwaltung: www.berlin.de/uebergang-weiterfuehrende-schule/#anmeldung.

Da uns immer wieder Fragen dazu erreichen, hier noch einmal eine Kurzfassung des Verfahrens und ein paar Tipps und Hinweise.

Förderprognose

Bisher haben Eltern und Kinder folgende Schritte durchlaufen: Am Ende des ersten Halbjahres der 6. Klasse gibt es zum Zeugnis auch eine Förderprognose für die weitere Schule. Hierauf steht eine Empfehlung für die Sekundarschule oder für das Gymnasium und ein Notendurchschnitt. Was das jeweils bedeutet, haben Eltern und Kinder spätestens in einem Beratungsgespräch mit der Klassenleitung erfahren. Wer nochmal nachlesen will: alle Details gibt es auf den Seiten der Senatsbildungsverwaltung.

Tage der offenen Tür

Unbedingt empfehlenswert ist der Besuch des Tages der offenen Tür, den die Schulen im Januar anbieten, dazu hier entlang: berlin-familie.de/tage-der-offenen-tuer. Mehrere Schulen anzusehen, ist unbedingt empfehlenswert. Da die Termine der bevorzugten Schulen auch parallel stattfinden können, kann es eine gute Idee sein, schon eine Runde durch den offenen Tag zu drehen, wenn das Kind erst in der fünften Klasse ist.

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Und so geht es weiter:

Die Schulen der engeren Wahl stehen fest, eine Prioritätenliste liegt auf dem Küchentisch - im Idealfall vom Schüler oder der Schülerin erstellt. An der Schule, die an Platz 1 steht, melden Eltern ihr Kind an. Hinweis: Aufnahmekriterien der einzelnen Schulen können interessierte Familien vor Ort erfragen oder über das Schulverzeichnis herausfinden. Schulen mit Profilklassen nehmen Siebtklässler abweichend vom Standardverfahren auf.

Ab hier kann es anstrengend werden. Denn erstens gibt es Bezirke wie Pankow mit einem enormen Mangel an Plätzen. Tipp: Ein Blick über die Bezirksgrenzenzen lohnt sich!

Außerdem zieht es viele Familien an die, warum auch immer, angesagten Schulen. In jedem Bezirk gibt es die Top-Favoriten, die immer mehr Anmeldungen als Plätze haben. Aber wie ist die Situation an den anderen Schulen? Tipp: die Zahlen der vergangenen Jahre liegen den Bezirksschulbeiräten vor, hier kann man nachfragen. Die Nachfrage variiert immer etwas, manche Schulen sind in einem Jahr übernachgefragt, im nächsten haben sie weniger Anmeldungen als Plätze zur Verfügung stehen.

Aber wie ist die Anmeldesituation aktuell? Tipp: Schulen geben auf Anfrage darüber Auskunft, wie viele Plätze zur Verfügung stehen und wie viele Anmeldungen es bislang gibt. Eine Option wäre, mit der Anmeldung bis zum letzten Tag zu warten, und mit dem Wissen um diese Tendenz das Anmeldeverhalten auszurichten. Dieser Strategie folgen mittlerweile nicht wenige Familien, Überraschungen sind also nicht gänzlich auszuschließen.

Wer in der Erstwunschschule keinen Platz erhält, wird an die Schulen auf Platz 2 und 3 der Liste verwiesen, sofern dort Plätze frei sind. Tipp: Hier Schulen auswählen, die weniger nachgefragt werden. Hinweis: Die Plätze werden nach der Reihenfolge der Förderprognose vergeben. Schüler mit guten Noten sind also im Vorteil.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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