Ein Bündnis von Elternvertretern aus vier ansässigen Grundschulen in Rummelsburg und Friedrichsfelde hat sich zusammengeschlossen, um auf die Zustände und Probleme in Lichtenbergs Grundschulen aufmerksam zu machen. Am 27. April protestieren sie im Vorfeld der Bezirksverordnetenversammlung vor der Aula der Max-Taut-Schule.

WirPlatzenEltern der Herrmann-Gmeiner-Grundschule, die Robinson Grundschule, die Friedrichsfelder Grundschule sowie die Schule an der Victoriastadt haben sich in ihrem Ärger zusammengetan. "Die Schulen sind an der Kapazitätsobergrenze angekommen und haben diese zum Teil schon überschritten. Ein Ende ist nicht in Sicht", sagt Christian Wehle, GEV-Vorsitzender an der Schule an der Victoriastadt. "Die Schülerzahlen steigen weiter dramatisch an und belastbare Lösungen seitens der Verwaltung und Politik gibt es keine. Es wird weiter verdichtet."

Dies bedeute für die Kinder noch weniger Platz zum Lernen und zum Toben. Eine entspannte und ruhige Mittagspause sei nur noch in den seltensten Fällen möglich. Die Turnhallen der Schulen seien schon jetzt zu 100 % und darüber hinaus ausgelastet.

Zwar fordern Eltern der Schule an der Victoriastadt schon seit zwei Jahren eine neue Schule an dem Standort, aber bis heute gibt es keine zufriedenstellende Lösung. Die Veränderung der Einzugsgebiete verschärft nun auch die umliegenden Schulen. "Es drohen Zwangszuweisungen außerhalb der Einzugsbereiche", fürchtet Wehle. "Trotzdem dieser Zustand seit Jahren bekannt ist, gibt es, wenn überhaupt, nur langfristige Lösungen, mit denen wir vertröstet werden. Uns reicht es. Denn nicht nur wir an den Grundschulen haben die Probleme sondern das Problem wächst nach oben. Ab dem kommenden Schuljahr können in Lichtenberg nicht mehr alle Kinder an weiterführenden Schulen einen Platz bekommen – von einem Wunsch- und Wahlschulsystem sind wir weit entfernt."

Die Eltern wollen den Kindern keine Fahrzeiten von bis zu einer Stunde zumuten. Bezirk und Senat müssten endlich schnell planen und bauen, aber vor allem die Flächen dafür sichern. "Die Konkurrenz um diese ist groß. Wohnungen fehlen, Kitas fehlen und Schulen fehlen. Wie hier die Prioritäten gesetzt werden, ist politisch steuerbar."