Die Schulen in Deutschland verfallen seit Jahren und Jahrzehnten. Mit Milliardeninvestitionen soll in den kommenden Jahren der enorme Sanierungsstau abgebaut werden. Doch für mehr als Reparaturen reicht es nicht – die Umsetzung innovativer pädagogischer Konzepte steht hinten an. Darüber diskutiert eine Expertenrunde am 21. Februar im Deutschen Institut für Urbanistik.

Der Investitionsrückstand im Bereich der kommunalen Bildungsinfrastruktur der Bundesrepublik lag im Jahr 2016 bei insgesamt rund 33 Mrd. Euro. In regelmäßigen Abständen brandet eine mediale Debatte über marode Schulgebäude, vom Schimmel befallene Klassenräume und unhygienische Zustände in Turnhallen und Sanitäreinrichtungen der Schulen auf.

Angesichts knapper Kassen wird die bauliche Umsetzung innovativer pädagogischer Konzepte bei kommunalen Schulen zu einer großen Herausforderung. Zudem zeigen Studien, dass auch das bauliche Umfeld, in dem Schule und Kinderbetreuung stattfindet, Einfluss auf das Lernen von Kindern und Jugendlichen hat.
Vor diesem Hintergrund sollen folgende Fragen diskutiert werden:

•    Wie wirken sich die Konsolidierungspflichten auf die Entwicklung der Bildungsbudgets von Ländern und Kommunen?
•    Welche Infrastrukturbedarfe sind im Bereich Bildung in einer wachsenden Stadt wie Berlin absehbar?
•    Welchen gesellschaftlichen Anspruch müssen Schulen heute erfüllen und welchen Beitrag kann Stadtplanung und Architektur dabei leisten, um so nicht zuletzt auch positive Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern zu befördern?
•    Welche baulichen Konzepte eignen sich für eine Realisierung auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen?
•    Wie können Infrastruktur- und Finanzplanung im Bereich Schulen und Kinderbetreuung besser miteinander verzahnt werden?

Schulbau und "Bildungsarchitektur" – unnötiger Luxus in Zeiten knapper Kassen?

Diskussionsveranstaltung, Beginn: 17 Uhr

Deutsches Institut für Urbanistik
Zimmerstr. 13-15
10969 Berlin

Info und Anmeldung: difu.de/schulbau-und-bildungsarchitektur-unnoetiger-luxus