65 Jahre nach seiner Einführung hat der Bundestag im vergangenen Jahr zahlreiche Änderungen des Mutterschutzgesetzes beschlossen. Die meisten Regelungen traten zum 1. Januar in Kraft.

Eine wesentliche Änderung ist die Ausweitung des Personenkreises. Die Regelungen des Mutterschutzgesetzes gelten jetzt nicht nur für Arbeitnehmerinnen und Heimarbeiterinnen, sondern nun auch für:

♦ Frauen in betrieblicher Berufsbildung und Praktikantinnen 
♦ Frauen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt sind
♦ Entwicklungshelferinnen
♦ Freiwillige nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz
♦ Mitglieder einer geistlichen Genossenschaft, Diakonissen oder Angehörige einer ähnlichen Gemeinschaft
♦ Arbeitnehmerähnliche Selbstständige
♦ Schülerinnen und Studentinnen

Weitere wichtige Neuerungen

♦ Die Schutzfrist nach der Geburt eines Kindes mit Behinderung wird bei entsprechendem Antrag von acht auf zwölf Wochen verlängert
♦ Kündigungsschutz für Frauen nach einer nach der zwölften Schwangerschaftswoche erfolgten Fehlgeburt
♦ keine Arbeitsverbote mehr gegen den Willen der Schwangeren. Auch die Möglichkeit der Sonntags-und Feiertagsarbeit soll erweitert werden, wenn die Betroffene das selbst möchte.
♦ Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wird ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt. Unter anderem muss die Frau sich ausdrücklich bereit erklären, nach 20 Uhr zu arbeiten.

Hier gibt es weiterführende Informationen

Leitfaden: www.bmfsfj.de/mutterschutz
Erklärvideo für Arbeitnehmerinnen: www.bmfsfj.de/bmfsfj/der-mutterschutz
Gesetzestext: www.bgbl.de

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Wissenswertes rund um das Thema Eltern, Kinder und Familie gibt es hier: www.familien-wegweiser.de