Nackig im Planschbecken, im Höschen am Strand, putzig über die eigenen Füßchen stolpernd im Garten – Eltern stellen gerne und häufig Bilder ihrer eigenen Kinder ins Netz. Verboten ist das nicht, dennoch gibt es einiges zu beachten. Die Internet-Beschwerdestelle hat dazu eine Handreichung mit Antworten auf die wichtigsten Fragen veröffentlicht.

Die „FAQs zum Thema Alltagsfotos von Kindern online“ wurden anlässlich des Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch erarbeitet. Der Tag, der jedes Jahr am 18. November stattfindet, wurde vom Europarat ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen.

Ein Blick in das informative Papier lohnt sich in jedem Fall, besonders für Eltern, die häufig und gerne in sozialen Medien unterwegs sind. Wir fassen in Kürze das Wichtigste zusammen:

♦ Grundsätzlich gilt auch für Kinder das Recht am eigenen Bild.
♦ Bis zum Alter von 7 Jahren entscheiden die Eltern alleine über die Veröffentlichung von Fotos, später mit den Kindern gemeinsam. Ab 14 Jahren können Kinder auch alleine entscheiden.
♦ Eine Kontrolle über die weitere Verbreitung und Verwendung der Fotos ist praktisch nicht möglich.
♦ Erst denken, dann posten.
♦ Es gibt Rat und Hilfe, wenn Bilder missbräuchlich verwendet werden.
Darstellungen sexueller Ausbeutung von Kindern sind verboten und sollten entweder einer Internet-Beschwerdestelle oder der Polizei gemeldet werden

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) widmet sich in erster Linie dem Jugendschutz und der Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien.

Die Internet-Beschwerdestelle wird gefördert von der Europäischen Union und arbeitet zusammen mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und der Kindersuchmaschine fragfinn.de.

www.internet-beschwerdestelle.de

Direktlink zu den FAQs zu Alltagsfotos von Kindern im Internet www.internet-beschwerdestelle.de/FAQ