Der Bundesfreiwilligendienst soll erweitert werden. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat jetzt das Konzept für ein „Jugendfreiwilligenjahr“ vorgestellt.

Grundidee des Vorhabens sei, so Giffey, dass jeder junge Mensch, der die Schulzeit beendet hat, sich ein Jugendfreiwilligenjahr in Deutschland leisten können soll. Um junge Menschen tatsächlich dafür zu begeistern, sollen die bestehenden Jugendfreiwilligendienste zu einem „Jugendfreiwilligenjahr“ weiterentwickelt und die Rahmenbedingungen verbessert werden. Alle Jugendlichen sollen einen Rechtsanspruch darauf bekommen, dass ihre Freiwilligendienst-Vereinbarung vom Bund gefördert wird. Um das Freiwilligenjahr attraktiver zu machen sollen alle einen Zuschuss zur Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr bekommen. Ein bundesweit ein einheitliches Freiwilligengeld von 402 Euro, zuzüglich entsprechender Sozialversicherungsbeiträge soll garantiert werden. Die Neuerungen sollen schrittweise eingeführt werden.

Jedes Jahr machen mehr als 80.000 junge Menschen einen Freiwilligendienst in Deutschland, und zwar rd. 53.000 im FSJ, rd. 3.000 im FÖJ und rd. 27.000 im BFD. Nach einer vorsichtigen Schätzung der Verbände und Organisationen, die in den Freiwilligendienstformaten FSJ, FÖJ und BFD aktiv sind, ist es möglich, bis zu 120.000 junge Menschen jedes Jahr für ein Jugendfreiwilligenjahr zu gewinnen.

Bei rund 800.000 jungen Menschen, die derzeit jährlich von allgemeinbildenden Schulen in Deutschland abgehen, wäre das fast ein Sechstel aller Jugendlichen, die dann ein „Jugendfreiwilligenjahr“ absolvieren würden.

2018 standen für die Freiwilligendienste rund 263 Millionen Euro im Haushalt des BMFSFJ zur Verfügung. Für 2019 sieht der Bundeshaushalt einen Aufwuchs von rund 65 Millionen Euro vor, auf dann rund 327 Millionen Euro. Für das Jugendfreiwilligenjahr würden maximal rund eine Milliarde Euro pro Jahr benötigt.

Mehr Infos:

www.bundesfreiwilligendienst.de

Broschüre des Bundesfamilienministeriums zum Bundesfreiwilligendienst www.bmfsfj.de/zeit--das-richtige-zu-tun

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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