Gewerbetreibende, die gegen den Jugendschutz verstoßen, müssen künftig mit teilweise deutlich höheren Bußgeldern rechnen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat einen neuen Bußgeldkatalog veröffentlicht, der seit dem 1. Februar wirksam ist.

Veranstaltern und Gewerbetreibenden droht jetzt für die Abgabe alkoholischer Getränke an Kinder ein Bußgeld von 1.500 Euro - statt bisher 400 Euro. Bei der Abgabe an Jugendliche sind es 750 Euro - statt bisher 300. Die Abgabe von Zigaretten an Kinder kann jetzt mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro belegt werden - statt bisher 300. Es ist die erste Erhöhung des Rahmens für Bußgeldzahlungen seit 2003.

Bußgelder drohen aber auch Privatpersonen, die aus ihrem Handeln keinen wirtschaftlichen Vorteil ziehen wollen. Für diesen Personenkreis fällt die Bußgeldandrohung milder aus. Das höchste nach Katalog zu verhängende Bußgeld sind 2.500 Euro für Veranstalter oder Gewerbetreibende, die einem Kind den Aufenthalt in einem Nachtclub gestatten.

Die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes sollen Kinder und Jugendliche vor negativen Einflüssen schützen. Dazu gehören z. B. die Abgabe von Alkohol und Tabakwaren, der Aufenthalt in Gaststätten und Diskotheken sowie der Verkauf von Computerspielen und der Kinobesuch und die dabei zu beachtenden Altersgrenzen.

Den Bußgeldkatalog gibt es hier: www.berlin.de

{metatitle:Berlin erhöht die Bußgelder für Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz | berlin-familie.de}