Vor allem junge Menschen sind gefährdet, durch Diäten in eine problematische Essstörung zu "rutschen". Denn im Jugendalter setzen sie sich besonders intensiv mit ihrem Körperbild auseinander. Mädchen sind deutlich stärker als Jungen betroffen: Bei jedem dritten Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren gibt es Hinweise auf essgestörtes Verhalten, bei den Jungen sind 13,5 Prozent auffällig.

Mai bis Oktober ist die typische Zeit für Zecken. Ihre Lebensräume sind hohes Gras, Wälder und Büsche. Zecken können die Infektionskrankheit Borreliose übertragen. Diese kann zu chronischen Krankheitsprozessen führen, wie beispielsweise zu Herzerkrankungen und Gehirnhaut- oder Gelenkentzündungen. Immunschwache Menschen sind besonders gefährdet. Wird die Krankheit aber rechtzeitig diagnostiziert, ist sie mit Antibiotika gut behandelbar.

Über 30% der Eltern achten beim Einkaufen nicht auf den Zuckergehalt der Getränke für ihre Kinder. Dabei ist rund 95% von ihnen durchaus bewusst, dass die beliebten Süßgetränke sehr viel Zucker enthalten und damit maßgeblich zu Übergewicht beitragen. Fast alle Eltern kennen zuckerarme Getränkealternativen, dennoch wünschen sich über 90% von ihnen eine verständliche Kennzeichnung der Getränkepackungen mit Ampelfarben.

Seit Oktober 2009 gibt es in Berlin eine Selbsthilfegruppe für Angehörige und Betroffene von Kindern und Jugendlichen mit Schlaganfall. Unterstützung erhält die Initiative vom Centrum für Schlaganfallforschung der Charité Berlin (im Servicepunkt Schlaganfall) sowie von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Gütersloh.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat unter dem Titel "sex 'n' tipps" eine ansprechende und flott gemachte Reihe kostenloser Info-Broschüren zur Sexualaufklärung von Jungen und Mädchen herausgebracht.

Am 1. Januar 2010 ist die neue Fassung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG) in Kraft getreten. Demnach müssen Ärzte Schwangere mit auffälligem Befund nach Pränataldiagnostik über das Leben mit einem geistig oder körperlich behinderten Kind und das Leben von Menschen mit Behinderung informieren. Hierzu hat die Bundeszentrale gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Handreichung für Schwangere erstellt.

Im Oktober 2009 startete in Berlin ein neues Konzept zur Verbesserung der Mundgesundheitsvorsorge: Der bundesweit einmalige neue „Berliner Kinderzahnpass“ wird fester Partner des traditionsreichen gelben ärztlichen Untersuchungsheftes, das alle Eltern direkt nach der Geburt des Kindes erhalten. So haben Mütter und Väter nicht nur Übersicht über die anstehenden allgemeinärztlichen Untersuchungen ihres Kindes, sondern gleichzeitig von Geburt an auch über die empfohlenen Kontrolltermine zur gesunden Entwicklung von Zähnen und Kiefer.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) empfiehlt Augenmaß beim Heizen der Kinderzimmer und „Verpacken“ der Kinder“. Außerdem sollen sich die Kinder auch im Winter viel an frischer Luft bewegen. Das beliebte Motto vieler fürsorglicher Eltern "viel hilft viel" ist hier grundverkehrt.

Muttermilch ist die beste Ernährung für Säuglinge und auch für die Gesundheit der Mutter bringt das Stillen Vorteile: Die Gebärmutter bildet sich nach der Geburt schneller zurück, dadurch sinkt das Infektionsrisiko im Wochenbett. Außerdem werden Fettreserven durch das Stillen abgebaut und die frühere Figur ist schneller wieder erreicht. Das Wohlbefinden von Mutter von Kind wird beim Stillen günstig beeinflusst.

Dank des finanziellen Engagements der Vodafone Stiftung kann die Familien- und Kinderorganisation Nestwärme e.V. Deutschland auch an der Spree einen Standort eröffnen und Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern notwendige Entlastung zukommen lassen. Insgesamt 300.000 Euro hat die Düsseldorfer Stiftung hierfür zur Verfügung gestellt.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ e.V.) ist über die anhaltende Armut bei Kindern und Jugendlichen und ihren Familien in Deutschland sehr besorgt. Armut und Krankheitshäufigkeit von Kindern und Jugendlichen sind eng miteinander verknüpft. Die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts hat eindrucksvoll belegt, dass Kinder und Jugendliche aus schwächeren sozialen Gruppierungen in vielerlei Hinsicht benachteiligt sind und mit ganz erheblichen Belastungen ihren weiteren Lebensweg antreten.

Kinder- und Jugendärzte geben Tipps für die gesunde Pausenbrote und Schultüten. Immer mehr Grundschulkinder sind übergewichtig. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte appelliert daher an die Eltern auf gesunde Nahrungsmittel zu achten.

Wiederkehrende Kopfschmerzen sind nicht nur bei Erwachsenen, sondern bereits bei Teenagern an der Tagesordnung. Das bestätigt eine breit angelegte Kopfschmerz-Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Hierbei sind deutliche Unterschiede nach Geschlecht und Bildung zu beobachten.

Ein reichhaltiges Angebot an Gesundheitsinformationen ist bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu finden. So hält die BZgA Broschüren, Unterrichtsmaterialien, Filme, Plakate, Ausstellungen und Arbeitsmappen bereit, die fast alle kostenlos abgegeben werden. Besonders empfehlenswert für Familien sind die Elternratgeber der Bundeszentrale.

Nach dem großen Masern-Ausbruch im vergangenen Jahr erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aktuell wieder daran, sich gegen Masern impfen zu lassen. Besonders die nach 1970 Geborenen sollten ihren Impfstatus überprüfen.