Offenes Feuer und brennende Kerzen, der heiße Backofen, Herdplatten, heiße Getränke auf dem Tisch – da kann es schon einmal passieren, dass Kinder sich trotz aller Vorsicht verbrennen oder verbrühen. Schnelles Handeln ist gefordert!

Was tun bei Verbrennungen oder Verbrühungen?

  • brennende Kleidung sofort mit Decke, Mantel oder Jacken löschen oder das verunglückte Kind am Boden wälzen.
    anschließend mit kaltem Wasser mindestens 10 Minuten kühlen, um die Schmerzen zu lindern und weitere Gewebeschäden zu verhindern. Kühlen bedeutet jedoch nicht, das Kind auskühlen zu lassen.
  • Brandwunden steril abdecken. Falls keine spezielle Brandfolie vorhanden ist, reicht ein frisches Küchenhandtuch. Danach das Kind eventuell in eine Decke hüllen.
  • viel Flüssigkeit geben.
  • eventuell Schmerzmittel wie Paracetamol geben.
  • großflächige und schwere Verbrennungen oder Verbrühungen, bei denen die Haut Blasen wirft oder gar grau-schwarz verfärbt ist, müssen unbedingt dem Kinder- und Jugendarzt bzw. in der Klinik vorgestellt werden. Vor allem bei sehr jungen Kindern gilt dies.

Was Eltern auf keinen Fall tun dürfen

Absolut verboten sind folgende Maßnahmen: Mehl, Puder, Salben, Cremes, Sprays oder ähnliches auf die Brandwunden geben. Denn diese lassen sich zur Wundversorgung nur sehr schlecht wieder entfernen und können spätere Narben verursachen.

Quelle: Pressemitteilung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), LV Nordrhein
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