Fledermäuse! Gerade jetzt in lauen Sommernächten lassen sie sich jetzt besonders gut beobachten. Wer allerdings ein verletztes oder totes Tier findet, sollte es jedoch liegenlassen oder nur mit Handschuhen anfassen.

Darauf weist aus aktuellem Anlass das Bezirksamt Treptow-Köpenick hin. Hier im Südosten wurde die Fledermaustollwut bei aufgefundenen Fledermäusen nachgewiesen. Kinder, neugierige Erwachsene und auch Haustiere sollten die Finger von ihnen lassen.

Die Fledermaustollwut ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Virus verursacht wird, das sich vom klassischen Tollwutvirus der Fuchstollwut unterscheidet. Es wurde bisher nur in sehr seltenen Einzelfällen auf bestimmte Haustiere oder auf den Menschen übertragen. Die Übertragung des Virus kann mittels Biss- oder Kratzverletzung oder über einen Schleimhautkontakt mit Speichel erfolgen. Ist die Erkrankung einmal ausgebrochen, verläuft sie jedoch – wie die Fuchstollwut- in der Regel tödlich.

Bevor eine aufgefundene Fledermaus überhaupt angefasst werden muss, darf dies auf keinen Fall mit bloßen Händen geschehen, teilt das Amt weiter mit. Es ist zu beachten, dass auch kranke und verletzte Fledermäuse mitunter noch sehr wehrhaft sein können.

Wenn eine Verletzung der Haut durch Zähne oder Krallen der Fledermaus nicht ausgeschlossen werden kann oder wenn ein Kind unbeaufsichtigt mit einer Fledermaus umgegangen ist, sollte zur Sicherheit möglichst sofort eine ärztliche Beratungsstelle aufgesucht werden. Dies können das Landesinstitut für Tropenmedizin, abends und an den Wochenenden auch die Kliniken der Charité sowie ggf. immer auch der Hausarzt sein.

Rat und Hilfe

Mehr Infos hier:  www.berlin.de/special
Direkt zum Infoblatt: www.berlin.de/merkblatt_hilflose_fledermaus