Wiederkehrende Kopfschmerzen sind nicht nur bei Erwachsenen, sondern bereits bei Teenagern an der Tagesordnung. Das bestätigt eine breit angelegte Kopfschmerz-Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Hierbei sind deutliche Unterschiede nach Geschlecht und Bildung zu beobachten.

Mädchen haben häufiger Kopfschmerzen

Sieben von zehn Teenagern gaben an, innerhalb der letzten drei Monate mindestens einmal Kopfschmerzen gehabt zu haben. Bei den Mädchen waren es 78,9 Prozent, bei den Jungen 59,5 Prozent. Besonders deutlich ist der Geschlechtsunterschied bei wiederkehrenden Kopfschmerzen. Diese gaben 48 Prozent der 12- bis 15-jährigen Mädchen und 26,5 Prozent der gleichaltrigen Jungen an. Damit sind Mädchen doppelt so häufig betroffen wie ihre männlichen Altersgenossen.

Mehr Bildung, mehr Kopfschmerz

Jugendliche, die höhere Schulen besuchen, leiden häufiger unter Kopfschmerzen als Hauptschüler. "Der Zusammenhang zwischen Kopfschmerz und sozialer Herkunft wird allerdings kontrovers diskutiert", kommentieren die Autoren der Studie. Die wachsenden Kopfschmerzen seien wohl eher die Folge der Mehrbelastung durch Schulstunden und Hausaufgaben.

Wiederkehrende Kopfschmerzen behandeln

Da wiederkehrende Kopfschmerzen in jungen Jahren ein Risikofaktor für chronische Kopfschmerzen im Erwachsenenalter sind, warnen die Autoren der Studie davor, die Schmerzen auf die leichte Schulter zu nehmen. Kopfschmerzpatienten wird empfohlen ein Kopfschmerztagebuch zu führen, um die Ursache der Kopfschmerzen herauszufinden und die Therapie auf diese Weise in die richtige Richtung zu lenken.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind zu finden im eJournal Medizin Aspekte sowie unter www.dmkg.de

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