Experten warnen: Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden Schädigungen beim Kind führen. Wir sagen euch, wo ihr Informationen zum Thema findet.

Alkohol kann beim Ungeborenen zu den Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) bis hin zum Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) führen. Kinder mit FASD können in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung dauerhaft stark beeinträchtigt sein.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, sagt: "Alkoholgeschädigte Kinder sind ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen, denn FASD ist nicht heilbar. Dieses Schicksal lässt sich komplett vermeiden, wenn Schwangere schlicht und einfach auf Alkohol verzichten. Zwar wissen mittlerweile mehr als 80 Prozent der Bevölkerung um die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft, dennoch kommen jedes Jahr tausende von Kindern mit FAS oder FASD auf die Welt. Prävention und Information sind also kein ‚Kann‘, sondern noch immer ein absolutes Muss.“

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wirbt für die Null-Prozent-Regel. Die Leiterin Dr. Heidrun Thaiss erklärt: "Während der Schwangerschaft wird das Kind über die Nabelschnur mit allen notwendigen Nährstoffen von der Mutter versorgt. Auf diesem Weg gelangt auch der Alkohol zum Kind. Bereits geringe Mengen können das Ungeborene erheblich schädigen.“

Je nachdem, in welcher Schwangerschaftsphase Alkohol getrunken wird, fallen die Schädigungen unterschiedlich aus: Im frühen Stadium kann Alkohol unter anderem Organe schädigen und Fehlbildungen der Extremitäten und Gliedmaßen sowie des Gesichts verursachen. Alkoholkonsum im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann zu Wachstumsverzögerungen und kognitiven Beeinträchtigungen beim Kind führen.

Um werdende Mütter für die Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft zu sensibilisieren, bietet die BZgA für Schwangere und ihre Partner verschiedene Informationsmaterialien zur Entstehung und Vermeidung von Fetalen Alkoholspektrumstörungen an. Sie können hier kostenlos bestellt werden:
www.kenn-dein-limit.de/infomaterial

Hilfe bietet auch das Internetportal IRIS unter www.iris-plattform.de

Mehr Infos: www.kenn-dein-limit.de/alkohol/schwangerschaft-und-stillzeit

Informationen zur Schwangerschaft:
www.familienplanung.de

Informationen der Bundesdrogenbeauftragten zum Alkoholkonsum in der Schwangerschaft:
www.drogenbeauftragte.de

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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