Am 1. Januar 2010 ist die neue Fassung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes (SchKG) in Kraft getreten. Demnach müssen Ärzte Schwangere mit auffälligem Befund nach Pränataldiagnostik über das Leben mit einem geistig oder körperlich behinderten Kind und das Leben von Menschen mit Behinderung informieren. Hierzu hat die Bundeszentrale gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Handreichung für Schwangere erstellt.

Ein auffälliger Befund ist für viele werdende Eltern zunächst ein Schock, der Unsicherheit und Sorge auslöst. Die Handreichung will den Eltern helfen, mit der Diagnose umzugehen und informiert unter anderem darüber, wo sie in dieser schweren Situation konkrete Hilfe erhalten können. So weist die BZgA etwa darauf hin, dass jede Frau und jeder Mann das Recht auf eine psychosoziale Beratung hat. Darüber hinaus können die Eltern den Informationsmaterialien Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen sowie Behindertenverbänden und Verbänden von Eltern behinderter Kinder entnehmen. Die BZgA will mit dieser Informationsbroschüre Eltern helfen, mit der neuen und schwierigen Situation umzugehen und Perspektiven für ein Leben mit einem behinderten Kind aufzeigen.

Schwangere erhalten das 20seitige Informationsmaterial für Schwangere nach einem auffälligen Befund in der Pränataldiagnostik bei ihrem behandelnden Arzt oder direkt bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Das Informationsmaterial steht außerdem zum Download bereit unter: www.bzga.de/?id=medien&sid=193 in der Rubrik "Infomaterialien" unter dem Stichwort "Familienplanung".

Ausführliche Informationen zum Schwangerschaftskonfliktgesetz sind auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu finden unter www.bmfsfj.de

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