Als ein weiterer Bezirk ist nun auch Steglitz-Zehlendorf der von der Charité – Universitätsmedizin Berlin initiierten Kooperationsvereinbarung zum Kinderschutz beigetreten.

Damit erstreckt sich diese Vereinbarung nun bereits auf die Hälfte der Einwohner Berlins. Ziel ist es, bei Anzeichen einer Gefährdung des Kindeswohls den betroffenen Familien möglichst schnell Hilfe zukommen zu lassen. Die Einrichtungen der Charité haben in dem Konzept eine wichtige Funktion. Sehen sie nach der Behandlung eines Kindes Anhaltspunkte für eine Gefährdung seines Wohlergehens, so informieren sie noch am selben Tag die Kinderschutzgruppe und den Sozialdienst der Charité. Diese setzen sich zeitnah mit dem Jugend- und dem Gesundheitsamt des Wohnbezirks in Verbindung.

Auch das weitere Vorgehen ist vorgegeben und erfolgt immer unter Einbeziehung der Eltern „Die Hilfe für die betroffenen Familien kann dann sehr schnell anlaufen“, berichtet Loretta Ihme, die Koordinatorin der Kinderschutzgruppe an der Charité. „Es ist wichtig, dass die Akteure miteinander im Gespräch bleiben“, hebt sie hervor. „Die Kooperationsvereinbarung schafft hierfür sowohl einen Rahmen als auch eine Verbindlichkeit für alle Beteiligten.“

Besonderes Augenmerk gilt Risikogruppen wie Drogen- und alkoholabhängigen oder substituierten Schwangeren und Müttern. Für sie wurde eine Spezialambulanz an der Charité eingerichtet, die bereits etwa 100 Mütter mit ihren Kindern betreut hat. Bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr des Kindes können diese Frauen auf ein strukturiertes Nachsorgeprogramm zurückgreifen.

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Koordinatorin für Kinderschutz
Charité – Universitätsmedizin Berlin

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