Wenn dem Kuscheltier der Rücken wehtut, ist das ein Fall für den Spezialisten. Die Lösung für kleine Menschen: das Teddykrankenhaus.

Beim Besuch im Teddybär-Krankenhaus können Vorschulkinder ihre Teddys und Puppen von Teddy-Ärzten (Medizinstudenten) behandeln lassen und so die Krankenhaussituation erleben, ohne selbst als Patient betroffen zu sein. Auf spielerische Weise sollen die Kleinen die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern verlieren. Dieses Projekt hat seinen Ursprung in Schweden und hat sich aufgrund des guten Erfolges in vielen Ländern weltweit verbreitet und ist auch in fast allen deutschen Städten mit medizinischer Fakultät zu finden.

Durch eine Erweiterung der Sprechzeiten auf  4 Tage wurden 2009 etwa 3000 kranke Teddys behandelt, also etwa 1000 mehr im Vergleich zum Vorjahr. Sprechstunden finden an den Charité Campi Virchow Klinikum und Benjamin Franklin statt. Insgesamt engagieren sich etwa 170 Humanmedizin-, Zahnmedizin- und Pharmaziestudenten sowie Krankenpflegeschüler.

Eingeladen sind neben Eltern mit ihren Kindern vor allem Berliner Kindergärten. Hier wird kurz vor dem Termin das Thema Krankheit vorbereitet. Die Kinder sollen sich hierbei eine Krankengeschichte für ihren Teddy überlegen, die dann in der Teddysprechstunde behandelt und geheilt werden soll.

Im Behandlungszimmer erfragen die „Ärzte“ die Krankengeschichten der „Patienten“ (Teddys) von ihren „Eltern“ (Kinder). Wichtig ist, dass gesundheitliche Probleme der Kinder selbst unberührt bleiben. Die Behandlung der „Patienten“ beschränkt sich in der Regel auf nicht-invasive Maßnahmen wie Abhören, Abtasten, Verbände anlegen, Blutdruck messen. Außerdem steht uns ein Teddy-Röntgengerät sowie ein Teddy-OP zur Verfügung. Am Ende der Behandlung erhalten die „Eltern“ für ihre „Kinder“ in der Teddybär-Apotheke von angehenden Apothekern eine Tapferkeitsurkunde und „Vitamine“.

Außerdem im Rahmenprogramm: die Besichtigung eines Rettungswagens, Stationen zum menschlichen Körper, zu gesunder Ernährung oder richtiger Zahnpflege.

Patientengespräche im Teddykrankenhaus hören sich ungefähr so an:

Teddydoc: "Was hat denn deine Eule?"
Kind: "Bubu hat sich beide Flügel gebrochen. Gestern einen, heute noch einen."
Teddydoc: "Wie hat er das denn gemacht?"
Kind: "Er ist beim Fliegen eingeschlafen."

Infos und Termine: www.teddykrankenhaus.net

{metatitle:Wenn Eule Bubu sich die Flügel bricht: Rettung im Teddykrankenhaus | berlin-familie.de}