Kostenlos und ohne Vorwahl: Unter der bundeseinheitlichen Notdienst-Rufnummer 116117 können Patienten den behandelnden Arzt in ihrer Nähe erfragen, wenn sie außerhalb der Sprechzeiten, etwa am Wochenende, ein akutes Gesundheitsproblem haben.

Wer außerhalb der Praxissprechzeiten dringend einen Allgemeinmediziner braucht, wählt die 116 117. Der Anruf beim ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen ist kostenfrei. Anrufer werden an den für die jeweilige Stadt oder Region zuständigen ärztlichen Bereitschaftsdienst weitergeleitet. Die Nummer ist für Beschwerden vorgesehen, bei denen es sich nicht um lebensbedrohliche Zustände handelt.

Es können zum Beispiel starke Halsschmerzen, steigendes Fieber oder heftige Bauchschmerzen sein, mit denen man tagsüber in die Sprechstunde eines niedergelassenen Arztes gehen würde. Treten solche Probleme abends, an Feiertagen oder am Wochenende auf und sind die Beschwerden nicht bis zum nächsten Werktag auszuhalten, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst der richtige Ansprechpartner.

In Notfällen sollten Betroffene aber weiterhin die Rufnummer 112 wählen. Sie verbindet mit dem Rettungsdienst, der immer dann zuständig ist, wenn jemand lebensbedrohlich erkrankt oder verletzt ist. Große Gefahr besteht zum Beispiel bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. Weitere Fälle für den Rettungsdienst sind Vergiftungen, Brände mit Verletzten, Stromunfälle, Suizidversuche sowie Krampfanfälle. Auch bei einer plötzlichen Geburt oder Komplikationen in der Schwangerschaft sollte die 112 verständigt werden.