Neuestes gadget der Werbeindustrie: eine spezielle Software erkennt, ob und welche Werbung im Fernsehen läuft. Das Programm ist versteckt in Apps, die Nutzer auf ihr mobiles Gerät installieren. Auch Kinder-Apps sind betroffen.

Darauf macht die Initiative "Schau hin" aufmerksam. Die Medienexperten berufen sich auf einen Bericht der New York Times: Sobald die Apps auf dem Handy seien, so die Zeitung, würde über das Mikrofon der Nutzer zugehört, was bei den Nutzern gerade passiert - zu Marktforschungszwecken. Illegal sei das nicht, weil die Nutzer über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Überwachung zustimmen.

"Das interessante für die Werbeindustrie: Es lässt sich mit der Funktion und dem im Smartphone verbauten GPS zum Beispiel ermitteln, ob jemand, nachdem er mehrfach eine Werbung gesehen (beziehungsweise gehört) hat, einen bestimmten Supermarkt plötzlich häufiger aufsucht."

"Schau hin" empfiehlt, genau hinzuschauen, welche Apps heruntergeladen werden und die Geschäftsbedingungen und App-Beschreibungen zu beachten. Außerdem können auch nach dem Download viele Zugriffsberechtigungen einer App wieder deaktiviert werden - so auch das Mikrofon.

Der vollständige Artikel findet sich bei "Schau hin" hier: www.schau-hin.info/abhoer-software

"SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht." ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Seit 2003 unterstützt sie Eltern und Erziehenden mit zahlreichen alltagstauglichen Tipps und Empfehlungen, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken. Die Website bietet aktuelle News sowie konkrete Hinweise zu den Medienbereichen TV & Film, Internet, soziale Netzwerke, Games und mobile Geräte.

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