"Grips droht die Pleite" überschrieb Volker Ludwig am 12. April seine Erklärung zur finanziellen Situation seines von ihm gegründeten Theaters. Seither schwappt eine Welle der Empörung und Sympathiekundgebungen durch die Presse, das Netz und durch die Stadt. Auch wir wollen gemeinsam mit dem Landesverband schulischer Fördervereine zum Protest aufrufen. Unterschreiben Sie unsere Onlinepetition "Berlin braucht Grips! Eltern fordern Erhalt des berühmten Kinder- und Jugendtheaters".

GRIPS Theater OnlinepetitionZur Petition kommen sie über diesen Link: http://openpetition.de/petition/online/berlin-braucht-grips-eltern-fordern-erhalt-des-beruehmten-kinder-und-jugendtheaters
Bitte unterschreiben Sie, und verbreiten Sie die Petition über Mail, Facebook, Twitter... - wo auch immer Sie können. Ende der Abstimmung ist am 10. Mai.

Doch zunächst die Fakten. Wir dokumentieren das Wesentliche und aktualisieren bei Bedarf. Das Aktuellste finden Sie unten.

Pressemitteilung des GRIPS Theaters vom 12. April

GRIPS droht die Pleite

Berlins weltberühmtes Theater kann sich Aufführungen für Kinder und Jugendliche nicht mehr leisten

Trotz anhaltender künstlerischer Erfolge, umjubelter Premieren, hoher Auslastungszahlen, extremer Sparmaßnahmen und permanenter selbstverfügter Haushaltssperre ist eine Insolvenz des überschuldeten GRIPS Theaters unvermeidlich, wenn es seinem kulturellen Bildungsauftrag für Kinder und Jugendliche weiter wie bisher nachkommen soll.

Grund dafür ist ein seit acht Jahren anwachsendes strukturelles Defizit, das das GRIPS Theater nicht mehr aus eigener Kraft ausgleichen kann. Allein die jährlichen Mietkosten, die andere Theater nicht tragen müssen, sind in acht Jahren um 50.000 auf 230.000 Euro gestiegen; schon eine Miet-Erstattung würde GRIPS von allen finanziellen Sorgen befreien.

Die Wahrscheinlichkeit, dass GRIPS 2012 ein Defizit von 150.000 - 200.000 Euro droht, ist der Kulturverwaltung seit Oktober 2011 bekannt.

Für einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan 2012 müsste GRIPS auf alle neuen Produktionen verzichten und allein die Karten-Einnahmen um 150.000 Euro erhöhen. Dazu müsste es zwei Drittel seiner Schülervorstellungen streichen und durch Abendvorstellungen für Erwachsene ersetzen, womit bereits begonnen wurde, GRIPS allerdings seinen Sinn verliert.

Die Kosten des Theaterbetriebs sind mit denen der Erwachsenen-Theater absolut identisch, nicht aber die Einnahme-Möglichkeiten (Schüler zahlen vier bis fünf Euro Eintritt, wenn überhaupt). Deshalb müsste GRIPS proportional höher subventioniert werden. Es passiert aber genau das Gegenteil.

GRIPS war immer erfolgreicher, bescheidener und sparsamer als andere Theater, was Berlins Kulturpolitik leider nicht zu würdigen pflegt.

Um zu überleben, braucht GRIPS:
1. einen einmaligen Defizitausgleich von 65.000 Euro
2. eine dauerhafte Etaterhöhung um 185.000 Euro
3. die Ermöglichung einer Tariferhöhung. Denn als besonders perfide empfinden es die Mitarbeiter des GRIPS Theaters, dass ihm als einzigem der sechs staatlich subventionierten Berliner Ensemble- und Repertoire-Theater keinerlei Tariferhöhung zugebilligt wird.

„Es macht unendlich müde, 43 Jahre lang klinkenputzend um die nackte Existenz eines weltberühmten Theaters kämpfen zu müssen, mit dem sich Berlins Kulturpolitiker stolz geschwellt zu schmücken pflegen.“ (Volker Ludwig)

Tagesspiegel am 12. April: Grips-Theater steht vor der Pleite

Hochberühmt und unterfinanziert: Das Grips Theater steht unverschuldet vor der Pleite. Dabei fehlen nur 150 000 Euro zu seiner Rettung. Jetzt muss der Berliner Senat handeln.
www.tagesspiegel.de

Berliner Zeitung am 13. April: Falschmeldung aus dem Grips-Theater

Das Grips steht vor der Pleite. So titelt eine Berliner Tageszeitung, so beginnt die Pressemitteilung des Theaters. So eine Behauptungen sichert Aufmerksamkeit. Falsch ist sie trotzdem.
www.berliner-zeitung.de

Morgenpost am 13. April: Berliner Grips-Theater droht mit der Insolvenz

Der Intendant des Grips-Theaters fordert zusätzliche 100.000 Euro, um einer Insolvenz zu entgehen. Der Senat hält das für eine Drohgebärde.
www.morgenpost.de

Das Grips-Theater hat eine facebook-Seite eingerichtet

www.facebook.com/BerlinBrauchtGrips

Ebenfalls auf facebook: Einladung zum Protestsingen

"Wir singen und tanzen dagegen an. Am 25. April 2012, zwischen 9.00 und 10.00 Uhr, an den Stationen der "Linie 1". Wir treffen uns und euch auf dem Bahnhof Schlesisches Tor, der Endstation aus dem Musical. Was wir singen, wenn sich die Türen der einfahrenden Züge öffnen?
Das: www.youtube.com
Den Text werden wir vor Ort haben, Kostüme (z.B. Wilmersdorfer Witwen) sind erwünscht. Ebenso dürfen in den Zügen 'Linie 1' Szenen gespielt werden, musikalische Unterstützung mit Gitarre, Blockflöte und Klangholz wird den Effekt noch verstärken."
mehr Infos hier: www.facebook.com

Tagesspiegel am 14. April: 100 000 Euro

Das Grips Theater ist in finanzieller Not. Aber Berlins Politiker könnten die berühmte Kinder- und Jugendbühne mit einem Federstrich retten. Nach dem Willen des Kulturausschusses im Abgeordnetenhaus soll das Grips Theater 50 000 Euro mehr bekommen. Das reicht nicht, um den Betrieb auf eine solide Basis zu stellen.
www.tagesspiegel.de

Beitrag von TV Berlin vom 12.4.

http://www.tvbvideo.de/video/5491e8d3329s.html

Volker Ludwig auf KenFM

http://www.youtube.com/watch?v=UcNgQIlqqVY

taz am 18. April: Mannomann, mannomann!

So etwas nennt man einen Schreck in der Morgenstunde: Grips Theater droht die Pleite?
Waaas? Man muss sich nur wehren / man muss sich nur wehren / und auch die Fragen stelln,
die die andern stören.
www.taz.de

Antworten auf die Frage wie ihr GRIPS Theater unterstützen könnt:

(veröffentlicht auf der facebook-Seite "Berlin braucht Grips")

1. ladet eure Freunde, Mitschüler, Lehrer, Eltern, Kollegen zu dieser Seite und unserem Event ein (Berlin braucht GRIPS! Berlin braucht euch!Anm.: gemeint ist das Protestsingen am 25. April entlang der U-Bahn-Linie 1
2. ladet euch auf http://www.scribd.com/berlinbrauchtgrips/ Unterschriftensammlung und Abrisszettel herunter, um die Online-Petition zum Erhalt des Kinder- und Jugendtheaters auch offline zu unterstützen (Schule, Firma, Spätkauf, Ampel ... und natürlich beim Event)
3. ebenfalls auf dieser Plattform Text und Noten zum Song, den wir nächste Woche im größten Chor seit Gotthilf Fischer intonieren wollen (http://www.youtube.com/watch?v=lAD0GJ9ZQvM)
4. kommt zum Event und singt und spielt und tanzt und fotografiert und filmt und postet, was das Zeug hält. Wir werden die Ergebnisse hier auf Facebook sammeln und für das GRIPS und die Politik zur Verfügung stellen
5. Besucht das Theater, wann immer ihr Zeit habt ... sie machen es doch nur für euch :)

taz am 21. April: „Ohne das Grips wäre Berlin armselig“

taz: Axel Prahl hat lange am Berliner Grips-Theater gespielt. Ihn ärgert, dass Kinder keine so starke Lobby haben wie Opernfans. Deswegen sei das Grips unterfinanziert.
www.taz.de

taz am 21. April: Klein, frech und stark

taz: Das Grips Theater war für Konservative in den 70ern ein rotes Tuch. Heute tourt es durch die ganze Welt und wird sogar von Ärzten verschrieben.
www.taz.de

Esther Barth bloggt: Wir werden immer ärmer, jeden Tag ein Stück

Ich bin GRIPS-Gängerin der ersten Stunde. Nunja, nicht ganz, denn als das GRIPS Theater vor vierzig Jahren seine erste Spielstätte am Kurfürstendamm bezog, gab's mich noch nicht. Und auch den Hansaplatz habe ich erst in den Achzigern das erste Mal persönlich aufgesucht.
estherbarth.theaterblogs.de

Silvia Rhode bloggt: GRIPS - haben oder nicht haben

„Das hältste ja im Kopf nicht aus“… war 1975 der Titel des ersten Jugendstückes mit dem das GRIPS Theater seine Zuschauerschaft erweiterte und wurde, was es bis heute ist… ein Kinder- UND Jugendtheater. Das vielleicht berühmteste Kinder- und Jugendtheater der Welt.
rhode.theaterblogs.de

Tagesspiegel vom 24. April: Mit zwei geht’s los

Das Berliner Kinder- und Jugendtheater ist radikal jung geblieben.
www.tagesspiegel.de

Presseberichte zum Protestsingen am 25. April

www.jungewelt.de
www.morgenpost.de

Eindrücke auf youtube:

www.youtube.com

Grips bei der Langen Nacht der Opern und Theater am 28. April:

www.grips-theater.de

Tagesspiegel vom 29. April: Wie viel darf’s denn kosten, das Theater?

Professor Dr. Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und Vorsitzender der ASSITEJ (Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) Bundesrepublik Deutschland e. V. in einem Leserbrief an den Tagesspiegel: "Kulturpolitisch ist das Grips-Theater gewollt. Es ist berühmt und berüchtigt - im besten Sinne. Es öffnet künstlerische Horizonte und bereichert die kulturelle Landschaft Berlins. Bildungspolitisch ist das Grips-Theater gewollt. Es ist ein Theater, das die Themen der wachsenden Generationen aufgreift, für sie spielt, mit ihnen auf, vor und hinter der Bühne kommuniziert. Sozialpolitisch ist das Grips-Theater gewollt. Nur im Kinder- und Jugendtheater spiegelt sich die ganze Breite der Gesellschaft mit oder ohne bildungsbürgerlichen Hintergrund, mit oder ohne Migrationshintergrund. Das gilt selbstverständlich auch für viele der anderen Berliner Kinder- und Jugendtheater, ob an der Parkaue oder im Theater Strahl, die einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in Berlin leisten. Es geht also nicht um 100.000 €. Es geht um die Zukunft des Kinder- und Jugendtheaters als konzertierte Aktion für das Recht der Kinder auf Kunst."
www.tagesspiegel.de

E-Mail ans Parlament

Die Initiatorinnen der Onlinepetition erklären den Abgeordneten ihr Anliegen.
www.berlin-familie.de

Die Welt vom 3. Mai: Finanzierung des Grips-Theaters gefordert

Schaubühnen-Direktor verlangt Hilfe vom Senat - Theater bedeutend für Berlin-Image
www.welt.de

Pressemeldung des Grips-Theaters vom 4. Mai:

www.grips-theater.de

Welt vom 5. Mai: Grips-Theater erhält zusätzliche Förderung

Förderverein soll restliches Defizit der Bühne ausgleichen
www.welt.de

Tagesspiegel vom 6. Mai: Ringelpiez mit Abschneiden

Schmerz und Geld: Das Theatertreffen ist eröffnet - und wird zur Bühne für kulturpolitische Kämpfe.
www.tagesspiegel.de

Last Call für die Onlinepetition: Das Grips-Theater ist nach wie vor in Gefahr

100.000 Euro mehr für das Grips-Theater. Was klingt wie eine gute Nachricht, ist in Wahrheit ein Desaster. Nach wie vor bleibt ein strukturelles Defizit bestehen. Das ist in mehrfacher Hinsicht schädlich, meinen die Initiatorinnen der Online-Petition „Berlin braucht Grips“.
berlin-familie.de

{metatitle:lsfb und berlin-familie.de starten Onlinepetition zum Erhalt des Grips-Theaters | berlin-familie.de}