Ein besonderer Park, eine besondere Initiative und ein besonderes Anliegen: Der Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V. sammelt Spenden für den Spielplatz, der in die Jahre gekommen ist und neue Spielgeräte und Möbel braucht.

Wir helfen gerne mit, und veröffentlichen die Geschichte des Lichtenrader Volksparks und seiner Pächter, die mit großem Engagement dafür sorgen, dass ein Stück Stadtlandschaft gepflegt und erhalten wird:

Park historischIm Jahr 1970 wurde in Berlin-Lichtenrade damit begonnen, eine Hochhaussiedlung zu errichten. Jedes Jahr entstanden neue Häuser, vor allem Hochhäuser.
Schon bald merkten die Bewohner der neuen Siedlung, dass die zwischen den Hochhäusern angelegten Grünflächen doch recht spärlich waren und dem Drang der Berliner ins „Jrüne” nicht gerecht wurden. Von der Bürgerinitiative Lichtenrade wurde deshalb im September 1979 zu einer ersten Pflanzaktion aufgerufen. Der Aufruf galt insbesondere den Weihnachtsbäumen: „Kauft diesmal einen Weihnachtsbaum mit Wurzelballen. Wir werden sie nach Weihnachten in die Grünfläche pflanzen, wenn der Boden frostfrei ist.“ Der Aufruf war ein voller Erfolg. Viele Anwohner in Lichtenrade pflanzten im Januar ihren Baum in den neu entstehenden Park.
Das Gelände war kurzerhand als Park okkupiert worden.

NeupflanzungDie Anwohner entwickelten den Park durch ständige Neupflanzungen immer weiter. Schließlich gründeten sie am 10. Juni 1981 einen Verein, den Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V. Am 27. September 1984 endlich erhielt der Verein einen Pachtvertrag über 9.427 m². Eine weitere Einigung folgte im Jahr 1986 für ein Grundstücksteil von 30.000 m² mit der Maßgabe, dieses dem Trägerverein für 0 DM 20 Jahre lang zu verpachten. Am 1. Juni 1989 wurde der Pachtvertrag unterzeichnet. Inzwischen bestehen die Verträge auf Lebenszeit.

Dank vieler Geld- und Sachspenden des Vereins und der fleißigen Hände der Mitglieder war der Park weitergewachsen. Der Landkreis Cham übernahm die Patenschaft für den Volkspark in Lichtenrade. 1984 traf die erste Spende ein. Neben den vielen, vielen Pflanzen stammen beinahe alle Bänke und Tische aus Cham im Bayerischen Wald.
Viele Jugend- und Sportlergruppen aus dem Landkreis Cham kamen zu Besuch. Als kleiner Dank konnte der Verein diesen Gruppen die Zeit in Berlin kurzweilig werden lassen. Unvergesslich war einer Schülergruppe aus Michelsneukirchen der Besuch in Berlin. Die Eltern der Schülerinnen und Schüler revanchierten sich prompt mit dem Spenden einer ganzen Sitzgruppe.

ParkIm Jahr 2004 investierte man für eine Sandgrube. Weitere Spielgeräte folgten im Frühjahr 2005. Damit haben die Kindergärten in der näheren Umgebung, insbesondere die von Elterninitiativen betriebenen, einen großen Kinderspielplatz zur Verfügung. Die große Wiese lädt bei schönem Wetter zum Spielen, Sonnen und Chillen ein. Trotzdem kommt Vandalismus vor: Vor einigen Monaten gab es Zündeln und Brandstiftungen, denen einige Bäume und Hecken zum Opfer fielen.
Diesen Ereignissen zum Trotz werden regelmäßige Arbeitseinsätze gefahren, und zwar mittwochs wie samstags, um die Anlage zu erhalten und den Menschen vor Ort ein Naherholungsgebiet zu gewährleisten. Der Park bietet abwechslungsreiche Flächen wie Wiesen und kleine „Wälder“, um den Sinn für die Natur zu wecken, Sitzecken als Rückzugsecken anzubieten und vieles mehr.

Volkspark Bln SandgrubeDer Spielplatz ist in die Jahre gekommen:

•    Die Schaukel ist gefährdet: Die Balken müssen ausgewechselt werden. Der Schimmelpilz macht sich breit.
•    Die Wipptiere versagen ihren Dienst: Die Sprungfedern müssen ersetzt werden.
•    Die Spielgeräte zeigen ihr Graffiti-beschmiertes Alltagsgrau: Ein schöner spielplatz-gerechter Farbanstrich würde Abhilfe schaffen.
•    Den Spielgeräten fehlt der Sand, um stoßdämpfend zu wirken.
•    Klettern und rutschen können wäre schön. Eltern wie Kinder wünschen sich ein Angebot dafür. Ein Mädchen äußerte sich mit Blick auf den Spielplatz treffend: „Der Spielplatz ist gar kein Spielplatz. Er hat keine Schaukel, die geht.
Volkspark Bln Wipptiere•    Wir Eltern könnten uns einen Wasserspielplatz für unsere Kinder vorstellen, wissen wir doch, welche Faszination vom Element Wasser ausgeht – und zwar für alle Generationen! Doch müsste eine Wasserleitung bereitstehen, eine Pumpe, ein Portionierer sowie ein Pate, der bereit ist, für das Wasser zu zahlen.
•    Außerdem könnten wir uns etwaige Flächen als sog. „Grünes Klassenzimmer“ vorstellen. Das ist ein außerschulischer Lernort, der frische Luft, bunte Wiesen, alte Bäume, duftende Kräuter, singende Vögel und einen Grüner Wagen benötigt, um eindrucksvolle Naturerlebnisse zu vermitteln. Im Grünen Klassenzimmer wird viel gespielt, geforscht und experimentiert. Frisch gesiebte Muttererde gibt es schon jetzt – und wer weiß, vielleicht lässt sich demnächst auch manches säen, wässern und ernten?

Angebote zur Behebung der gröbsten Mängel liegen vor. Allein die Schaukelanlage soll 1.300 Euro kosten.
Die Mitglieder des Trägervereins arbeiten ehrenamtlich und freuen sich über jedwede Hilfe. Wer für den Spielplatz spenden mag, erhält einen Zuwendungsbescheid für das Finanzamt.
Die Bankverbindung des gemeinnützigen Trägervereins Lichtenrader Volksparks ist:
IBAN: DE38 1001 0010 0447 4531 08
BIC:    PBNKDEFFXXX

Für den Trägerverein:
Claudia Scholz & Manfred Könings