Die Zahl der Anträge auf eine Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Erkennung von Erbkrankheiten und Anomalien ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Das geht aus dem zweiten Erfahrungsbericht der Bundesregierung zur PID hervor, der in einer Unterrichtung vorliegt.

Demnach stieg die Zahl der Anträge auf eine PID von 83 im Jahr 2015 auf 319 im Jahr 2018. 2015 wurden insgesamt 33 PID registriert, 2018 bereits 315. Die Zahl der Anträge lag zwischen 2015 und 2018 jeweils höher als die Zahl der tatsächlich durchgeführten PID. In den meisten Fällen wurden die Anträge gebilligt, die Ablehnungsquote lag im Mittel bei rund acht Prozent.

Die Zahl der Anträge liege im Rahmen der Erwartungen, hieß es. Anfangs geäußerte Befürchtungen hätten sich nicht bewahrheitet. So sei es weder zu einer ausufernden Anzahl von PID-Zentren noch zu einer Vielzahl von Ethikkommissionen für PID gekommen.

Quelle: Heute im Bundestag (hib) vom 30.1.2020

 

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