Einheitliche Mehrfachkarte, günstige Jahreskarte, „Badespaß“ für Kinder - zum 1. Februar gilt in den Berliner Bädern eine neue Tarifstruktur. Grund für die Preissenkung: eine Jahresbilanz unter den Erwartungen, und die Ankündigung weiterer Schließzeiten durch Bauarbeiten.

Kern der Veränderungen sind einheitliche Tarife in allen Standard-Hallenbädern und der Schwimm- und Sprunghalle (SSE) an der Landsberger Allee. Der Eintrittspreis beträgt bei etwa der Hälfte der Öffnungszeiten 3,50 Euro, sonst 5,50 Euro. Der besonders günstige 2,00-Euro-Sozialtarif bleibt erhalten. In den drei Freizeitbädern (Wellenbad am Spreewaldplatz, Stadtbad Schöneberg – Hans Rosenthal – und Stadtbad Lankwitz) werden Zeittarife eingeführt.

Die neu eingeführten Badespaß-Karten sind günstiger sind als die bisherigen Familienkarten. Statt 11,50 Euro sind sie nun ab 9,00 Euro zu haben; in den Freizeitbädern werden sie ab 15,00 Euro angeboten; das ist der Preis für eine dreiköpfige Gruppe, davon mindestens ein Erwachsener und ein Kind – die gleiche Gruppe zahlt bisher 22,00 Euro. Beim Nulltarif für Kleinkinder ändert sich nichts: Bis 5 Jahren ist der Eintritt in die Berliner Bäder auch weiterhin frei.

Fast immer günstiger mit dem Berliner Familienpass

Die Kollegen beim Jugendkulturservice (hier wird der Familienpass gemacht) haben mal spitz gerechnet und festgestellt, dass Berliner Familien mit dem Familienpass in aller Regel günstiger schwimmen gehen können. Beispiele:

1 Erwachsener (Vollzahler) mit Kind(ern):
In allen Bädern/Tarifen und Uhrzeiten ist es mit FamilienPass günstiger, weil alle Kinder frei sind.
1 oder 2 Erwachsene (ermäßigt) mit Kind(ern):
In allen Bädern und zu allen Zeiten ist es mit FamilienPass günstiger, weil es die Badespaßkarte der Bäder nicht ermäßigt gibt.
2 Erwachsene mit Kind(ern) - 90-Minuten-Tarif (gibt’s nur in Freizeitorientierten Bädern):
Preisvorteil mit Berliner FamilienPass
2 Erwachsene mit 1 oder 2 Kindern – Badespaß-Ticket (zur Hauptzeit in allen Bädern ohne Zeitlimit):
Kein Preisvorteil mit FamilienPass.
2 Erwachsene mit 3 oder mehr Kindern (zur Hauptzeit in allen Bädern ohne Zeitlimit)
Preisvorteil mit Berliner FamilienPass – Badespaß ist ab dem 3. Kind teurer und gilt ab dem 4. Kind gar nicht mehr.
2 Erwachsene mit Kind(ern) - Abend- oder Guten-Morgen-Tarif (gibt’s nicht in Freizeitorientierten Bädern):
Preisvorteil mit FamilienPass ab dem 2. Kind, bei einem Kind ist das Badespaß-Ticket günstiger

Geht also nur ein Elternteil mit dem Nachwuchs ins Schwimmbad oder zahlen die Eltern nur den ermäßigten Eintrittspreis, sparen die Familien  in allen Bädern und zu allen Uhrzeiten mit  Berliner Familienpass. Er kostet einmalig sechs Euro und enthält neben vielen Vergünstigungen auch drei Bons für den Eintritt in die Berliner Bäder. Mit jedem Bon zahlt nur der Erwachsene den vollen Eintrittspreis und bis zu sieben (!) Kinder können dann unentgeltlich mit hinein.

Insgesamt haben im vergangenen Jahr 5,76 Millionen Gäste die Bäder besucht, fünf Prozent weniger als 2016. Vor allem der verregnete Sommer drückte die Besucherzahlen: allein ins Strandbad Wannsee kamen ein Drittel weniger Gäste. Aber auch ungeplante Ausfallzeiten in Hallenbädern wie die Legionellensanierung im Stadtbad Lankwitz führten zu Einbrüchen.

Sanierungsmaßnahmen auch 2018 ein ständiger Begleiter

Mit Beginn der Sanierung der Schwimmhalle Buch startet eine Reihe umfangreicher Bauprojekte. Ab dem 1. März ist die Halle geschlossen. Sie wird entkernt und gründlich modernisiert. Die Wiedereröffnung ist für den Winter 2019 geplant.

Weitere größere Baustellen in diesem Jahr:

• In der Schwimmhalle Hüttenweg in Dahlem müssen die Filterkammern der Wasseraufbereitungsanlage saniert werden. Das Bad schließt daher ab 4. Juni bis mindestens Mitte September.
• Im Stadtbad Lankwitz muss umfangreich der Beton der statischen Konstruktion des Bades (also vornehmlich im Keller) saniert werden. Außerdem müssen Edelstahlbecken instandgesetzt werden. Baubeginn: 22. Mai – Dauer voraussichtlich bis Ende August 2018.
• In der Schwimmhalle am Helene-Weigel-Platz in Marzahn wird das große Schwimmbecken neu gefliest; Baubeginn ist am 18. Juni – Dauer voraussichtlich bis Ende September.
• Für einen längeren Zeitraum als gewohnt wird auch die Schwimm- und Sprunghalle (SSE) infolge von Sanierungsarbeiten ausfallen, und zwar für voraussichtlich acht Wochen ab dem 16. Juli. Die Wiedereröffnung ist für Mitte September geplant.

Die nächsten großen Bauprojekte stehen bereits an. In diesem Jahr beginnen die Planungen für die Sanierungen des Wellenbads am Spreewaldplatz, des Stadtbads Tiergarten und des Paracelsus-Bads. Die Ausführung ist für 2019 und 2020 vorgesehen.

mehr zu den neuen Tarifen: www.berlinerbaeder.de/neue-tarife-bei-den-berliner-baedern

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