Der Tag des offenen Denkmals, Deutschlands größtes Kulturevent für die Denkmalpflege, geht im Corona Jahr 2020 veränderte Wege.

Das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) als bundesweite Koordinatorin als Konsequenz aus dem Beschluss der Bundesregierung mit, alle Großveranstaltungen bis derzeit 31. August zu untersagen. „Für den Tag des offenen Denkmals in seiner beliebten üblichen Form müssen einfach zu viele Türgriffe angefasst werden,“ so Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Wir sehen durchaus die Chance, auch in den Folgejahren das Live-Event durch die in diesem Jahr entwickelten digitalen Formate zu bereichern. Davon profitieren alle Menschen, die aus welchem Grund auch immer nicht persönlich einen Blick ‚hinter die Fassaden‘ werfen können“.

Tag des offenen DenkmalsAuswählen und loslaufen. | Screenshot

Die Stiftung bietet auf ihrer Internetseite ab Juli eine Aktionsseite an, auf der exklusive Beiträge zu sonst verschlossenen Denkmalen, virtuelle Führungen und spannende Hintergrundinformationen zur Geschichte oder Restaurierungsmaßnahmen mit einem wachsenden Angebot zu entdecken sein werden.

Durch das digitale Angebot entfallen das bundesweite Online-Programm und die App zum Tag des offenen Denkmals.

In der Konsequenz zur Entscheidung für den digitalen Tag des offenen Denkmals fällt die bundesweite Eröffnung 2020 aus. In diesem Jahr sollte die Lutherstadt Wittenberg den deutschlandweiten Aktionstag feierlich eröffnen und wird nun Gastgeber 2021 sein.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals in Deutschland.

Alle Infos: www.tag-des-offenen-denkmals.de

 

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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