Mit modernen Stoff-Höschenwindeln geht es heute genauso schnell wie mit der Plastikwindel - aber die Handhabung ist nur ein Kriterium, wenn es um die Windel-Frage aller Windel-Fragen geht: Stoff oder Plastik? Wiederverwenden ist preisgünstiger, berichtet die Zeitschrift "Eltern" in ihrer November-Ausgabe.

Mit Stoffies fahren Mütter und Väter günstiger als mit Plastik, berichtet das Magazin - so lange sie nicht einen bequemen Windelservice nutzen. Eine Stoffwindel-Komplettausrüstung für die gesamte Wickelzeit kostet neu zwischen 200 und 600 Euro. Waschpulver und Strom schlagen bei drei Waschgängen pro Woche mit einem bis 1,80 Euro zu Buche, falls ein Trockner dazu kommt, zusätzlich 1,30 bis 2,30 Euro. Mit Windelservice macht das durchschnittlich 16 Euro pro Woche. Wegwerfwindeln kosten ab 4,20 bis über sieben Euro pro Woche, je nach Marke und Wickelhäufigkeit.

In Sachen Hygiene müssen Eltern beim Stoffwickeln keine Sorgen haben. Windelvlies als Fleckenschutz und 60-Grad-Wäsche reichen normalerweise völlig aus. Wichtig: Pulver-Waschmittel ist besser als flüssiges, es enthält Bleichmittel, die desinfizierend wirken. Und: Auf Weichspüler verzichten - er beeinträchtigt die Saugkraft des Gewebes.

Müllberge und Produktionsaufwand bei der Einweg-Windel gegen Energieverbrauch bei der Stoffwindel-Wäsche. Diverse Ökobilanzen haben die Nachteile der jeweiligen Systeme verglichen und kommen zu dem Ergebnis: leichter Umweltvorteil für die Stoffwindel. Allerdings nur unter optimalen Waschbedingungen: mit einer energieeffizienten und jeweils voll beladenen Waschmaschine, ohne Vorwäsche, nicht heißer als 60 Grad waschen, an der Luft trocknen lassen. Und bei der Nutzung eines Windeldienstes: Darauf achten, dass die Wäsche in eine moderne Großwäscherei kommt und es keine lange Anfahrt zwischen Wäscherei und Kunden gibt.

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