"Komplett ausgerastet" - unter dieser Überschrift macht die Stiftung Warentest auf ihre neueste Testserie zu Kinderautositzen aufmerksam, die jetzt veröffentlicht wurde. Ein Hersteller hat bereits den Verkauf gestoppt und eine Austauschaktion gestartet. Getestet wurden Sitze für Kinder von der Geburt an und von einem Jahr bis 11 Jahre.

Preis und Leistung hängen bei Autokindersitzen nicht zusammen, stellten die Tester fest. Drei teure Kindersitze versagten im Test und wurden als gefährlich eingestuft. Bei der Simulation eines Frontalaufpralls versagten die Fanghaken der Isofix-Basis des Recaro Optia. In hohem Bogen flog er nach vorn und wäre in einem Auto samt Kind gegen den Vordersitz oder die Windschutzscheibe geflogen. Die Tester informierten den Hersteller über das katastrophale Ergebnis. Dieser teilte mit, dass der Verkauf gestoppt wurde und eine Austauschaktion für bereits gekaufte Basis-Einheiten laufe.


Die beiden anderen Totalausfälle des Tests kosten 550 und 395 Euro. Der erste scheiterte ebenfalls im Crashtest, der zweite hält das Kind nicht fest genug. Die drei Mangelhaften sind vergleichsweise teuer. Dagegen stehen drei gute Kindersitze zu Preisen von 49 bis 80 Euro, die sich nur in kleinen Details unterscheiden. "So günstige gute Sitze fand die Stiftung Warentest seit Jahren nicht", teilt die Stiftung Warentest mit. Es gebe noch deutlich bessere. Sie kosten, je nach Größengruppe, zwischen 100 und 500 Euro. In den Tabellen werden nicht nur die Ergebnisse aller neu getesteten Modelle gezeigt, sondern auch empfehlenswerte Babyschalen und Kindersitze aus Vortests, die noch im Handel erhältlich sind.

Veröffentlicht sind die Ergebnisse des Gemeinschaftstests unter Führung der Stiftung Warentest gemeinsam mit dem ADAC in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online auf www.test.de/kindersitze.