Die einen halten es für dekadenten Pomp, die anderen für den angemessenen Rahmen zur Feier ihres Schulabschlusses: der Ball. Groß, schick, festlich – und teuer. Um die Organisation kümmern sich professionelle Event-Agenturen, die durchaus unterschiedliche Preis- und Vertragsstrukturen haben. Für unbedarfte gerade volljährig gewordene Jugendliche schwer zu durchschauen. Die Stiftung Warentest hat den Markt analysiert.

Anlass für die Recherche waren Fälle, in denen Schülerinnen den Abschluss von Verträgen mit den Agenturen teuer bezahlen mussten. Sie konnten die vertraglich vereinbarte Anzahl von Karten nicht verkaufen und mussten die Veranstaltung kostenpflichtig stornieren.

Abiball Symbolbild tablecloth 3336687 640Abiball oder Hochzeit? Schwer zu sagen... | Bild von photosforyou auf Pixabay

In ihrer neuesten Veröffentlichung erklärt die Stiftung Warentest die unterschiedlichen Vertragsvarianten und bilanziert: „Unabhängig von der Vertragsart fanden wir in den Verträgen aller geprüften Anbieter unvollständige Leistungsbeschreibungen und einige unzulässige Klauseln, die aber nicht so gravierend sind, dass wir grundsätzlich vom Vertragsabschluss abraten würden.“ Grundsätzlich sei es aber möglich, „pompöse Abibälle mit weniger Risiken zu organisieren.“

In einem Leitfaden geben die Verbraucherschützer Tipps für den Vertragsabschluss: Angebote vergleichen, fragen wie andere es gemacht haben, und die Zahl der Gäste vor Unterzeichnung verbindlich ermitteln. Jugendliche sollten sich bei der Prüfung des Vertrages Zeit nehmen und sich mit Erwachsenen beraten.

Ausführliches Testergebnis kostenfrei hier: www.test.de/Abiball

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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