Babymenüs gibt es seit kurzem nicht mehr nur in Gläschen, sondern auch in bruchsicheren Kunststoffbechern zu kaufen. Neu ist zudem das Herstellungsverfahren: Die Zutaten werden einzeln schonend dampfgegart und erst anschließend gemischt und sterilisiert. Die Öko-Tester haben nun überprüft, ob die neuen Babymenüs ebenso mit den beiden krebserregenden Stoffen Benzol und Furan belastet sind wie die Babygläschen, die das Verbrauchermagazin im vergangenen Jahr getestet hat.

oekotest-magazin-03-2010Chefredakteur Jürgen Stellpflug resümiert: "Es zeigt sich, dass die Hersteller diese Probleme noch nicht in den Griff bekommen haben." Benzol steckt in Spuren in allen Produkten, in einem Brei war der Gehalt an Benzol jedoch erhöht. Gleiches gilt für Furan, allerdings führten erhöhte bzw. stark erhöhte Gehalte in über der Hälfte der Produkte zur Abwertung.

Anlass zur Kritik gibt außerdem, dass Hersteller in fleischhaltigen Menüs an der teuren Zutat Fleisch sparen. Meist stecken nicht mehr als die acht Prozent Fleisch drin, die gesetzlich vorgeschrieben sind.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die beauftragten Labore konnten keine Rückstände von Pestiziden oder bedenklichen Keimen finden und auch die Verpackungen kommen ohne Weichmacher oder andere bedenkliche Stoffe aus.

Fazit von ÖKO-TEST: Trotz der gefundenen Schadstoffe müssen Eltern keine Sorge haben, dass ihr Kind Schaden nimmt. Denn hierfür sind die gemessenen Furan- und Benzolwerte zu gering.

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