Pierre der Irrgarten-Detektiv ist ein Wimmelbuch, das auch größeren Kindern noch Spaß macht, da die Illustrationen sehr kleinteilig und detailverliebt sind.

Wie in jedem Wimmelbuch gibt es viel zu entdecken, aber dazu gibt es Aufgaben und jedes Bild ist ein Labyrinth. Pierre ist Irrgarten-Detektiv. Er bekommt nur ganz spezielle Fälle, die mit Irrgärten zu tun haben. Er sitzt in seiner Werkstatt, in der wir schon unglaublich viel entdecken können und liest in der Zeitung von seinem nächsten Fall: Aus dem Museum ist der Labyrinth-Stein gestohlen worden. Das ist sehr gefährlich, denn wer im Besitz dieses Steines ist, kann alles in ein Labyrinth verwandeln. Wir müssen Pierre helfen, und damit wir beginnen können, müssen wir in der Werkstatt die erste Rätselkarte finden. Aber es gibt noch ein paar mehr Aufgaben und Dinge zu entdecken: Pierres Schätze und Pokale und Schatzkisten.

Pierre

Auf der nächsten Seite sind wir im Museum und befinden uns mit Pierre auch schon im ersten Labyrinth. Eine kleine Geschichte erzählt uns, wie wir uns durch das Labyrinth bewegen müssen. Es geht treppauf und treppab, wir müssen uns an einer Mammutjagd beteiligen, sehen den leeren Sockel, auf dem der Labyrinth-Stein lag und bekommen den neuen Hinweis, wie es weitergeht. Aber es gibt noch weitere Dinge zu finden: Mr.X, der den Stein hat, hat den Affenkäfig aufgebrochen und wir müssen fünf entlaufene Affen finden. Und wieder gibt es Pokale, Sterne und Schatzkisten, die wir suchen müssen.

Anders als bei anderen Wimmelbüchern gibt es viele Aufträge zu erfüllen, dazu ist die Illustration besonders anspruchsvoll und künstlerisch. Und auf allen Seiten können wir auch Figuren von den anderen Seiten wieder treffen. Es macht Spaß, auch sie zu suchen. Die unterschiedlichen Labyrinthe führen uns in immer neue fantasievolle Welten, wir fliegen mit Heißluftballons in den Himmel und  irren durch einen unterirdischen geheimen Marktplatz. Besonders schön und fantastisch ist „Das geheimnisvolle Dorf im Wald“. Auf Spiralebenen erreicht man die Wohnungen der Dorfbewohner in den Bäumen. Ein ganzes Dorf, das in Bäumen lebt. Es gibt Cafés in Bäumen, Warenhäuser und sogar ein Theater.

Das letzte Labyrinth erinnert an eine Zeichnung von MC Escher: es geht auf Brücken, Treppen und Wegen durch ein riesiges Bauwerk und nicht immer ist klar, auf welcher Ebene man sich gerade befindet.
Dieses Buch schenkt stundenlangen detektivischen Wimmelspaß mit 15 künstlerischen Wimmellabyrinthen. Jedes Labyrinth ist anders und eröffnet uns eine neue Welt. Ein Vergnügen nicht nur für Kinder! Und Dank des übergroßen Formats, kommt man sich auch nicht in die Quere, wenn man zu zweit ermittelt. Sicherlich auch eine tolle Alternative zu elektronischen Geräten für langweilige Stunden auf dem Autorücksitz.

Pierre, der Irrgarten-Detektiv – Die Suche nach dem gestohlenen Labyrinth-Stein

Hiro Kamigaki u.a.
Prestel Verlag
978-3-7913-7230-3
19,99 €
ab 6 J.
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Unsere Buchtipps sind Empfehlungen der Buchhandlung Schwericke in Lichterfelde. Der Laden liegt direkt am S-Bahnhof Botanischer Garten. Natascha, im Team verantwortlich für den Bereich Kinder- und Jugendbuch, stellt an dieser Stelle jede Woche eine Neuerscheinung oder einen gut abgelagerten „Mustread“ vor.

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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