Die Fraktion Die Linke fordert in einem Antrag die Bundesregierung auf, den Lehrkräftemangel zu beheben und gute Bildung zu sichern.

In Absprache mit den Ländern solle ein Programm zur Finanzierung zusätzlicher Lehramtsstudienplätze für alle Schulformen entwickelt werden, welches die Eigenbemühungen der Länder so weit ergänzt, dass in sieben bis acht Jahren mindestens 10.000 schulische Lehrkräfte pro Jahr zusätzlich für den Schuldienst bereitstehen. Die Maßnahmen sollen so lange aufrechterhalten werden, bis der Lehrkräftemangel behoben ist.

Außerdem sollen die Studierenden bundesweit in den entsprechenden Studiengängen nach einem Bachelorabschluss, auf Wunsch auch nach einer Praxisphase, einen Rechtsanspruch auf einen Masterstudienplatz erhalten, um ihr Studium erfolgreich beenden zu können. Ziel sei ein grundständiges Studium, das bundesweit alle Lehramtsstudierenden zum Master oder Staatsexamen führt. Ferner solle in der didaktischen Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte Schwerpunkte zur digitalen Lehre ausgebaut und vertieft werden, um sie möglichst optimal auf elektronischen und computergestützten Unterricht vorzubereiten.

Die Linksfraktion betont, dass die Kultusministerkonferenz und die Bertelsmann-Stiftung mit einem Mangel an schulischen Lehrkräften bundesweit mindestens bis zum Jahr 2030 rechnen. Bei Ausbleiben eines entschiedenen politischen Umsteuerns könnte der Lehrkräftemangel noch länger andauern, schreiben die Abgeordneten unter Berufung auf die Untersuchungen.

Quelle: Heute im Bundestag (hib) vom 27.5.2020

 

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