Digitale Erfahrungen in Schulen nutzen

Quelle: Bundestag

"Pandemie-Erfahrungen beim Schulunterricht nicht vergessen - Know-how von Lehrern und Zivilgesellschaft auf Dauer heben" lautet der Titel eines Antrags der FDP-Fraktion.

Danach sollen zeitnah und mit Nachdruck zusammen mit den Ländern Abstimmungen in die Wege geleitet werden, um die gewonnenen positiven Erfahrungen mit digitalen Unterrichtsangeboten im Regelbetrieb nicht verloren gehen zu lassen. Hierzu sollen "Best Practice Konzepte" zu digitalen Lernkonzeptionen für Unterrichtseinheiten bundesweit zusammengeführt und deren Nutzung im Unterricht ermöglicht werden.

Hierbei können nach Ansicht der FDP-Fraktion jahrgangs- oder schultypbezogene Lösungen, beispielsweise Art und Weise des Einsatzes von "Blended Learning"-Modulen oder ähnlichem genutzt werden. Ferner soll hierarchieübergreifendes gemeinschaftliches Out-of-the-Box-Denken forciert und gegebenenfalls temporäre Lösungen ermöglichen werden, um Gruppengrößen zu verkleinern. Dies erfordere zunächst einen organisatorischen Mehraufwand, insbesondere in Bezug auf den Personaleinsatz bei Betreuung und Beschulung, aber auch bei Reinigung und Catering. Doch kleinere Gruppen stellten einen besseren Infektionsschutz dar. Gleichwohl macht die FDP deutlich, dass die 5 Tage-Schulwoche für Schüler und die 40 Stunden Woche für Lehrerinnen und Lehrer erhalten bleiben soll. Ferner soll eine Auftaktveranstaltung "Best Practice Schulorganisationen in Pandemie-Zeiten" durchgeführt werden, um das in Bildungsinstitutionen vorhandene Know-how zusammenzutragen und kurzfristig organisatorische Empfehlungen zu erarbeiten, um den Regelschulbetrieb zu optimieren.

Darüber hinaus soll fachliches und zivilgesellschaftliches Wissen herangezogen werden, um auch gegebenenfalls notwendige Anpassungen bei staatlichem, organisatorischem Handeln oder bei der Ausrichtung vorhandener Förderprogramme, wie beispielsweise beim Digitalpakt Schule, vorzunehmen. Der Auftaktveranstaltung folgend, sollen regionale Runde Tische mit gleicher Zielrichtung geschaffen werden, um örtlichen Herausforderungen besser zu begegnen. Diese regionale Runden Tische sollen von der Ernsthaftigkeit einer hierarchielosen gemeinsamen Arbeit des jeweiligen Landes, der Schulträger und den Schulgemeinschaften getragen werden.

Der Regelbetrieb bedeute zu oft einen Rückschritt und die Nutzung alter Konzepte, statt der Reflektion und zielgerichteten Weiterentwicklung des gewonnenen Know-hows. Man brauche aber nicht nur eine Weiterentwicklung des Regelschulbetriebs in der Pandemie, um Infektionsrisiken zu verringern, sondern auch - angesichts der jüngst steigenden COVID19-Infektionszahlen - Alternativplanungen zum Regelschulbetrieb, um bei gegebenenfalls notwendigen örtlichen Schulschließungen eine Beschulung der Schülerinnen und Schüler sicherzustellen.

Quelle: Heute im Bundestag (hib) vom 8.10.2020

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