Krieg in der Ukraine: Reden, Helfen, Spenden

28. Apr 2022

Daniela von Treuenfels
Krieg in der Ukraine: Reden, Helfen, Spenden

Wie Eltern und Kinder sich informieren und ins Gespräch kommen können. Wer hat, soll geben – unsere Anregungen.

Dieser Beitrag wird fortlaufend ergänzt.
Erstveröffentlichung 28.2.2022


Verständigung

#ZeichnerbauenBruecken nennt sich ein Projekt, das die Zeichnerin Bettina Schöbitz ins Leben gerufen hat. Die ehrenamtliche Initiative besteht mittlerweile aus 35 Zeichnerinnen und Zeichnern (Stand 8. April), die derzeit zu einem deutsch-ukrainischen Bildwörterbuch beitragen. Es besteht derzeit aus rund 70 Seiten, die laufend ergänzt werden. Ein nützliches Hilfsmittel für alle, die gerne auf andere Menschen zugehen. Und eine gute Unterstützung für die unfallfreie Kommunikation in Kita, Schule, Familie, Geschäften, Ämtern, Arztpraxen…
bettinaschoebitz.de/zeichner-bauen-bruecken-bildwoerterbuch

Online verfügbare Bilderwörterbücher Ukrainisch-Deutsch, Russisch-Deutsch, Ukrainisch-Spanisch, Ukrainisch-Polnisch und für viele weitere Sprachen entstanden bei der Tüftelakademie in Berlin, um die Kommunikation zwischen freiwilligen Helfern und Helferinnen und Geflüchteten zu vereinfachen. Das Bildwörterbuch kann frei verwendet, geteilt und weitergeben werden.

Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung hat unter www.wegbegleiter-ukraine.de und www.laskavo-prosymo.de einen digitalen Wegbegleiter für Geflüchtete aus der Ukraine aufgebaut, der stetig erweitert wird. Die digitale Publikation soll bei der Eingewöhnung der ukrainischen Geflüchteten und auch zum Erlernen der deutschen Sprache beitragen. Der Wegbegleiter ist ein kompaktes Werk, das vorgefertigte Dialogsätze für alltägliche Situationen (beim Arzt, beim Bäcker oder im Amt), Redewendungen und Vokabellisten enthält.

Thema Krieg in der Familie

Tolle Tipps, Infos und Empfehlungen bei Kika für Erwachsene

Tipps und Informationen bei „Schau hin“

Empfehlungen der Servicestelle Jugendschutz

Anregungen der Flimmo-Redaktion

Thema Krieg in der Schule

Linktipps des Lehrers und Bloggers Joscha Falck

Der Berliner Schulpsychologe Klaus Seifried im Gespräch mit dem Deutschen Schulportal: Wie Lehrkräfte mit Kindern über den Krieg sprechen können

Die Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentren (SIBUZ) für alle allgemeinbildenden öffentlichen und privaten Schulen veröffentlichen "Sonderbriefe" für Pädagogen und Eltern. Die Handreichungen werden erstellt von Psychologinnen der HU und FU Berlin.
www.berlin.de/sibuz-infobrief

Informationsammlung des Hamburger Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung
li-hh.padlet.org

Das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz bietet eine umfangreiche und wachsende Empfehlungsliste zu unterschiedlichen Aspekten: Unterrichtsmatierial, Hintergrundwissen, Kommunikation mit Kindern, Umgang mit Traumata, Fake News...

"Frau Wahls digitales Klassenzimmer" der bayerischen Lehrerin Kristina Wahl bietet eine beeindruckende Sammlung an differenziertem Unterrichtsmaterial zum Ukraine-Krieg

Die Suche bei Mundo, der offenen Bildungsmediathek der Länder, ergibt zum Thema Ukraine interessante Treffer, die sich nicht nur für den Einsatz im Unterricht anbieten, sondern auch Gesprächsanlässe im Familien- und Freundeskreis bieten können. Angezeigt werden Angebote von rund 180 Anbietern vom öffentlich-rechtlichen Sender bis zur freien Lernplattform.

"Der Ukraine-Krieg im Kontext Bildung" ist der Titel der Service-Seite des Deutschen Bildungsservers. Interessierte finden hier neben Informationen für Geflüchtete vor allem Hinweise auf Unterrichtsmaterialien. Auch die Angebote der ukrainischen Online-Lernplattform "Allukrainische Schule online" und der Fernschule "Optima" sind verlinkt.

Das Bundesbildungsministerium hat auf seiner Internetseite alle Informationen rundum Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit und Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland zusammengestellt.

Thema Krieg in der Kita

Auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers gibt es eine umfassende Linksammlung zum Thema „Flüchtlingskinder aus der Ukraine in Kita und Jugendhilfe“. Fachkräfte, aber auch ehrenamtliche Unterstützer, finden hier zahlreiche Anregungen und Arbeitshilfen. Hinweise zu Informationen für Eltern und Materialien für Kinder runden das Angebot ab.

Das niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung bietet ein umfangreiches Dossier zu „Krieg und Frieden in der Kita“.

Kindgerechte Informationen zum Thema Krieg

Warum gibt es Krieg? Vom WDR, September 2020, ca 10 Minuten

Einordnungen bei Hanisauland zum Ukraine-Konflikt

Info bei kindersache.de (Kinderhilfswerk)

Wissen und News bei der Kindersuchmaschine „Helles Köpfchen“

Beiträge der Kindernachrichtensendung „Logo“ von ARD und ZDF

Nützliche Empfehlungsliste bei "Frag Finn" zu unterschiedlichen Aspekten: Nachrichten, Hintergrund, Völkerrecht, NATO...

Frag Finn war auch an der Konzeption eines kleinen Büchleins beteiligt, das kostenfrei bestellt werden kann. Krieg finden wir doof ist gedacht als Aufklärung und als Mutmacher für Vorschul- und Grundschulkinder zum Vor- und Selberlesen. Kindern wird mithilfe der beiden Superhelden Wimmel-Max & Wimmel-Biene auf 36 Seiten anschaulich und altersgerecht erklärt, was Krieg ist, wie sie Konflikte gewaltfrei lösen können und wie man gemeinsam aktiv werden kann.

Eine große Themenseite zum Ukraine-Krieg gibt es mittlerweile bei Seitenstark. Hier gibt es Hinweise auf kindgerechte Hintergrundinformationen, Videos, Hörbeiträgen oder Berichte, die extra für Kinder gemacht sind. Einen großen Raum nehmen Ideen ein für den Frieden aktiv zu werden, sich mitzuteilen oder etwas beizutragen. Das Kinder-Forum bietet die Möglichkeit zum Austausch.

Die Kindersuchmaschine Blinde Kuh bietet auf ihrer Seite einen Newsticker mit aktuellen Kindernachrichten zur Ukraine sowie Linktipps. Im Ukraine-Spezial gibt es Infos über Sprache, Land und Leute sowie zur Kultur. Dazu gibt es Hinweise auf das wachsende Angebot an ukrainisch-sprachigen Medien für ukrainische Kinder.

Krise und Trauma

Die Unfallkasse Berlin hat zwei Broschüren zum Thema „Trauma – was tun?“ auf Ukrainisch, Russisch, Deutsch und in weiteren Sprachen veröffentlicht. Sie richten sich zum einen an betroffene Erwachsene und zum anderen an Bezugspersonen traumatisierter Kinder und Jugendlicher. Die Broschüren sind als Hilfe zur Bewältigung des Alltags nach einem traumatischen Ereignis gedacht, um sich in der neuen, plötzlich eingetretenen Ausnahmesituation besser zurecht zu finden.
www.unfallkasse-berlin.de/ratgeber-trauma-was-tun

Healing Classrooms: Das International Rescue Committee (IRC) bietet mit seiner Plattform Healing Classrooms eine Vielzahl an Informationen und Materialien für den Unterricht. Auch eine Fortbildungsreihe gehört zum Angebot. Der Ansatz: toxischen Stress verstehen und ihm gezielt entgegenwirken.

Die Bundespsychotherapeutenkammer hat für Flüchtlingseltern einen Ratgeber herausgegeben, der erklärt, auf welche Weise sie auf ihre traumatisierten Kinder reagieren können, sodass diesen bestmöglich geholfen wird. Der Ratgeber steht auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch, Englisch, Arabisch, Persisch und Kurdisch zur Verfügung. Die Ratschläge sind nach Altersgruppen sortiert – für Kleinkinder, Vorschulkinder, Schulkinder und Jugendliche.
elternratgeber-fluechtlinge.de

Fake News

Werkzeuge gegen Desinformation, Propaganda und Manipulation

Informationen und Tipps bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Wo und wann wurde dieses Foto gemacht? Wer hat jenes Video erstellt? Wurden die Bilder bearbeitet? Die Tagesschau stellt in ihrem "Faktenfinder" Werkzeuge zur Verifikation von Bilddateien vor.

Was ist wahr und was stimmt nicht? Wie man Quellen und Bilder richtig einordnet, sortiert der "Faktenfuchs" des Bayerischen Rundfunks.

Seit 2011 deckt der Verein Mimikama im deutschspachigen Raum Fake News auf und entlarvt Falschmeldungen. Die unabhängigen und großteils ehrenamtlich tätigen Faktenprüfer rufen aktuell dringend dazu auf, keine Falschmeldungen weiter zu verbreiten: "Desinformation wird als Kriegstaktik eingesetzt", heißt es in einer Mitteilung vom 1. März.
zur Mimikama Webseite: www.mimikama.at
Unterrichtsmaterial und Bildungsveranstaltungen: www.mimikama.at/bildung

Factchecking gehört zum journalistischen Handwerkszeug. Viele Medien haben es sich zum Auftrag gemacht, nicht "nur" zu informieren, sondern auch Propaganda und Desinformation entgegenzutreten. Das geschieht dadurch, dass Journalisten ihre Rechercheergebnisse öffentlich machen, idealerweise skizzieren sie dabei auch ihren Erkenntnisweg und erklären, welche Werkzeuge sie dabei wie eingesetzt haben. So kommen vor allem die öffentlich-rechtlichen Medien neben ihrem Informations- auch ihrem Bildungsauftrag nach.
Das Angebot ist mittlerweile recht groß. Wer sich in diesem Internet nicht verlaufen will, kann "Facts for friends" nutzen. Die gemeinnützige stiftungsfinanzierte Plattform bündelt Faktenchecks diverser Nachrichtenagenturen, Medien oder journalistischen Projekten wie Correctiv.
Wer die ganze Vielfalt der Factchecking-Seiten kennenlernen möchte, findet bei der Journalistin Ingrid Brodnig auf twitter eine breite Auswahl.

Mit einem Online-Lernangebot für Pädagogen bietet der Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V. auf seinem neu geschaffenen Onlinefortbildungsportal medienbildung-jetzt.de einen praxisbezogenen Einstieg in Verschwörungserzählungen, Desinformation und Fake News. Der kostenlose Kurs bietet eine Einführung in die Thematik und zeigt anhand von Fallbeispielen lebensweltorientierte Methoden und Thematisierungsmöglichkeiten für unterschiedliche pädagogische Settings auf.
Aufgrund der aktuellen Situation rund um den Krieg gegen die Ukraine wurde ein zusätzliches Sondermodul erarbeitet, das Desinformation und Propaganda in Kriegszeiten näher erläutert. Zusätzlich gibt es ab April Webinare, in denen Lehrer ihre Fall- und Praxiserfahrungen mit Expertinnen besprechen können.
/www.medienbildung-brandenburg.de/neues-onlineangebot-gelauncht-praxisforum-medienbildung-desinformation/

Engagement

„Leave no one behind“ bringt Geflüchtete und Helfer zusammen. Engagierte können hier ihre Ressourcen anbieten. Die Plattform ist Teil des international tätigen Vereins Civilfleet-Support e.V. Er unterstützt Organisationen und zivilgesellschaftliche Akteure, die sich an den EU-Außengrenzen für die Rechte und Würde von Menschen auf der Flucht und in der Seenotrettung einsetzen. Der Verein vernetzt Organisationen und Initiativen und wirbt organisationsübergreifend Spendengelder ein und verteilt diese.
https://ukraine.lnob.net/

Das Enorm-Magazin hat eine hilfreiche Anleitung zum Spenden und Helfen rund um den Ukraine-Krieg zusammengestellt.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen bündelt die Aktivitäten und Initiativen seiner Mitglieder hier: www.stiftungen.org/krieg-in-der-ukraine-unterstuetzungsangebote-von-stiftungen

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt bietet auf einer Überblickseite laufend Informationen für diejenigen, die sich aktuell für Geflüchtete aus der Ukraine engagieren oder dies vorhaben.

Hilfe in der Region Berlin

Wegen der zahlreich ankommenden Menschen aus dem Kriegsgebiet werden vor allem Unterkünfte dringend benötigt. Hier können Anbieter von Schlafplätzen, Gästezimmern, Wohnungen sich registrieren: unterkunft-ukraine.de

Der Senat hat eine mehrsprachige Seite eingerichtet, die nach und nach ergänzt werden soll. Hier können sich sowohl Geflüchtete als auch Helfer informieren: www.berlin.de/ukraine

Eine umfassende Übersicht findet sich bei t-online: www.t-online.de/so-koennen-berliner-helfen

Orientierung bietet auch der RBB: www.rbb24.de//ukraine-krieg-menschen-helfen-spenden-aktionen-russland

Informationen für ukrainische Familien

Viele Eltern mit ihren Kindern kommen derzeit in Deutschland an. Kleine Kinder sind in den Kitas willkommen, Schulkinder haben ein Recht auf Schulbildung.

Die wichtigsten Infos zum Kita-Besuch in Berlin hat die Bildungsverwaltung für geflüchtete Familien in einem Video in ukrainischer Sprache zusammengefasst.
www.youtube.com

Geld- und Sachspenden

Die Ukraine-Hilfe Berlin e.V., eine Gemeinschaft Deutscher und in Deutschland lebender Ukrainer, will den Menschen in der Ukraine helfen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Unterstützung der Menschen in Not, Kriegsopfer und deren Angehörigen, sowie Hilfe für medizinische und pflegerische Einrichtungen in der Ukraine. Die Spenden gehen an geprüfte Kliniken und Feldhospitale.
http://www.ukraine-hilfe-berlin.de/

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
(
Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, UNICEF und Diakonie Katastrophenhilfe)
Spendenkonto: Commerzbank
IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600
BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: ZDF Nothilfe Ukraine
aktionsbuendnis-katastrophenhilfe.de

Ärzte der Welt e.V.
Spendenkonto: Deutsche Kreditbank
IBAN: DE06 1203 0000 1004 3336 60
BIC: BYLADEM1001
Stichwort: Ukraine
aerztederwelt.org

Malteser Hilfsdienst e.V.
Spendenkonto: Pax-Bank
IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort: "Ukraine-Hilfe“
malteser.de

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