Seewanderung: Fängersee

21. Jun 2021

Norman Heise
Seewanderung: Fängersee

Der Fängersee ist das Bielefeld Brandenburgs. Gibt es ihn? Auf allen Karten verzeichnet, bleibt er dennoch ein… - Geheimtipp.

Diese Wanderung ist der Beweis: der See ist da, das Wasser ist nass, der Sommer heiß, die Natur prächtig und die Umrundung ist dokumentiert.

Wer allerdings vorher wissen möchte was ihn erwartet, findet erst mal – wenig. Dass der Fängersee Teil eines glazialen Urstromtals ist, kann man auf dem Wikipedia-Eintrag des benachbarten Bötzsees nachlesen. Hier gibt es auch einen Verweis auf die fehlende Gastronomie: die beiden historischen Ausflugsgaststätten Neue und Alte Spitzmühle wurden vor einigen Jahren geschlossen und fanden bisher keine neuen Betreiber.

Mit den Überresten eines slawischen Burgwalls gibt es auch ein Bodendenkmal im Ortsteil Spitzmühle. Das Gelände scheint jedoch leider vor allem ein beliebter Müllabladeplatz zu sein. Vor einigen Jahren gab es das Versprechen der Gemeinde Strausberg, dass „ die Anlage perspektivisch wieder erkennbar gemacht und mit Informationen versehen werden“ sollte.

Die Gegend will wachgeküsst werden. Machen wir uns also auf den Weg:

Start ist ein kleiner Parkplatz kurz vor Spitzmühle. Von dort geht es halblinks die Straße runter in Richtung Spitzmühle. Wer nach ein paar Schritten einen kleinen „tösenden“ Bach an einem wie ein „Lost Place“ wirkendes Haus passiert, ist auf dem richtigen Weg. Das ist das Fredersdorfer Fließ, das früher die Mühle angetrieben hat.

Rechter Hand kommt der Bötzsee in den Blick, den wir auch schon umrundet haben.

Der Weg teilt sich hinter Spitzmühle. Wir gehen nach links in Richtung Fängersee und erreichen so nach ein paar Metern das Ostufer. Der schmale Weg, mit genug Platz um nebeneinander zu laufen, führt etwas oberhalb der Wasserlinie. Der Blätterwald ist sehr dicht und der See damit nur gelegentlich sichtbar.

Es führen immer wieder kleine Pfade zu kleinen Badestellen. Hin und wieder gibt es größere Löcher im Blätterdach und der Blick auf den See wird frei.

Im Norden der Runde angekommen, an der Gabelung links halten und den Weg vorbei an einer weiteren Mühle mit „Lost Place“-Charakter laufen. Ein paar Meter später biegt der Weg sehr spitz nach links ab. Mitunter hört man die Hunde des nahen Tierheims bellen.

Nach ungefähr 500m durch den Wald kommt der See wieder in den Blick. Der Weg am Westufer hat den gleichen Charakter wie der am Ostufer und endet direkt am Parkplatz, wo die Runde gestartet ist.

Die Tour zum Nachwandern unter https://www.komoot.de/tour/397113143?ref=wta

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