02. Nov 2021

Der Petersdorfer See bei Briesen (Mark) ist ein langgestrecktes Gewässer. Er bildet mit dem Madlitzer See die eiszeitliche „Falkenhagener Rinne“.
Was die Endmoränen vor Jahrtausenden vor sich hergeschoben haben, bildet heute das geologische Grundgerüst Brandenburgs. Das Gesicht der Landschaft hat sich allerdings vor allem in den vergangenen Jahrhunderten durch menschliche Eingriffe extrem verändert. „Der heutige Industriewald hat nur noch wenig Ähnlichkeit mit der ursprünglichen Karthäuserheide. Statt Lichtungen, Laubwald und Moorlandschaften wachsen dort Kiefern als billige Monokulturen.“
So berichten es die Chronisten des kleinen Städtchens Briesen am Ufer des Petersdorfer Sees. Ihre Erzählung über den fulminanten 66-Ender, den Friedrich 1. im Jahre 1696 erlegte, sei allen an Herz gelegt, die ein wenig in die Historie der Gegend eintauchen möchten – bevor die Umwälzungen der Moderne sie zurückholen ins 21. Jahrhundert:
Der Ausgangspunkt der heutigen Wanderung ist das Gut Klostermühle, eine große Hotel- und Tagungsanlage direkt am Wasser. Gegründet wurde das Gut im 15. Jahrhundert von Karthäusermönchen, die hier eine Wassermühle, ein Fischer- und ein Forsthaus errichteten. Mit dem Bau der heutigen Anlage wurde 2006 begonnen. Die Mühle wurde originalgetreu wieder aufgebaut, der Strom wird ins hoteleigene Netz eingespeist.
Die großzügige Anlage, deren Gebäude durch unterirdische Tunnel miteinander verbunden sind, war schon einmal Start einer unserer Touren; von hier aus lässtes sich auch prima den benachbarten Madlitzer See umrunden.
Dieses Mal geht es zum südwestlich gelegenen Petersdorfer See. Ein Stück, konkret ca. 350m, die Straße hoch und die Gutsanlage dabei im Rücken biegen wir links ab und haben den See nach wenigen Metern schon vor Augen.
Vor einem Zaun biegt unser Weg leicht rechts ab und führt sanft bergauf. Ab hier gerät der See auch außer Sichtweite und kommt erst wieder nach gut der Hälfte des Weges zum Vorschein.
Der Weg wirkt so, als ob hier eher selten jemand vorbei kommt. Es zeigen sich ein paar Wege, die in der Wander-App nicht eingezeichnet sind. Es ist also nicht auszuschließen, dass es einen Weg gibt, der auch näher am See entlang führt.
Auf der nordwestlichen Seeseite passiert nicht viel. Es geht durch den Wald. Einfach immer grob geradeaus halten. Wenn der Weg zu Ende ist, nach rechts abbiegen. Auch dieser Weg endet an einer Waldstraße, hier nach links und immer geradeaus, bis wieder Zivilisation in Sicht ist. Wieder gabelt sich der Weg. Hier links halten. Es geht in den Ort Briesen. Auf Höhe des Bahnübergangs nach links abbiegen und vorbei an der Schule, etwas später knickt die Hauptstraße nach rechts ab. Wir laufen in die Straße, die hier nach links abzweigt, in Richtung Gut Klostermühle.
Nach rund 1.300m geht ein Waldweg nach links. Dieser führt an den Weg, der uns dann etwas oberhalb, aber ziemlich dicht am Weg entlangführt.
Dieser Weg ist im Vergleich zu den anderen Wegen sehr schmal. Es müssen im späteren Verlauf doch eher viele umgestürzte Bäume umrundet, überklettert oder unterkrochen werden.
Irgendwann landet man dann beim Gut Klostermühle und damit beim Ausgangspunkt.
Die Tour zum Nachwandern unter www.komoot.de
Norman wandert fast jeden Sonntag um einen See herum. Meistens in Brandenburg, manchmal in Berlin, und sogar in seinen Urlauben findet er immer ein Gewässer, das sich umrunden lässt. Seine Ausflüge dokumentiert er auf seinem Blog und der Wanderplattform Komoot. Wir übernehmen die Wandertipps unserer Region und ergänzen sie mit Wissenswertem, interessanten Details oder kuriosen Geschichten, die wir im Netz finden.
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Vom urbanen trubeligen Kiez bis zum kaum erschlossenen Landstrich, in dessen Wäldern sich wieder Wölfe ansiedeln. Im Rahmen unserer Möglichkeiten möchten wir Kindern und Familien die Vielfalt und Gegensätzlichkeit der Region Berlin-Brandenburg näherbringen.
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