Seewanderung: Ruppiner See (Nordteil)

13. Feb 2023

Norman Heise
Seewanderung: Ruppiner See (Nordteil)

Der Ruppiner See ist mit einer gestreckten Länge von 14 km der längste See im Land Brandenburg.

Seine Entstehung geht in die letzte Eiszeit zurück, als Toteisrinne zeigt er die typische Nord-Süd-Ausrichtung. Seine spezielle geologische Besonderheit ist die Flussgabelung: Der See wird vom Rhin durchflossen, der ihn in zwei Richtungen verlässt: durch den Wustrauer Rhin nach Südwesten (und weiter in die Havel) und in den Bützsee nach Südosten (und weiter in die Oberhavel).

Der nördliche Teil des Ruppiner Sees wird auf der Höhe von Neuruppin seit 1898 von einem 520 Meter langen Bahndamm durchschnitten, daher kann man auch eine „kleine Runde“ drehen. Eine komplette Runde um den ganzen See wäre mit einer Strecke von 36 Kilometern eine Tagestour. Ganz im Norden des Gewässers entstanden mit der Slawenburg Ruppin (10. Bis 12. Jhd.) und der deutschen Burg Ruppin (12. Jhd.) erste Besiedlungen.

Neuruppin wurde 1238 erstmals urkundlich erwähnt. Das Städtchen ist der Geburtsort Fontanes und ist vor allem wegen seiner heute denkmalgeschützten klassizistischen städtebaulichen Struktur einen Besuch wert. Die Bebauung entstand um 1800 herum, nachdem die Stadt 1787 durch einen Brand zu zwei Dritteln zerstört worden war.

Das Ruppiner Seenland ist beliebt bei Wasser(sport)touristen. Familien finden in der Gegend familientaugliche Badestrände, Ausflugsziele und Aktivitäten. Im Norden des Ruppiner Sees grenzt der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land mit einer Ausdehnung bis an die nördliche Landesgrenze auf einer Fläche so groß wie die Stadt Berlin.

Angesichts der Möglichkeiten ist unser Vorhaben doch recht bescheiden.

Wir starten in der Lindenallee, der ersten Querstraße auf der Ostseite des Seedamms, und laufen nordwärts. Dabei überqueren wir die Straße und die Bahngleise und landen auf einem asphaltierten Weg. Wo dieser nach rechts und leicht bergauf führt, betreten wir den unbefestigten Pfad und einen Weg, der auf der Karte nicht verzeichnet ist. So geht es am Ostufer nach Norden leicht oberhalb des Sees und in dessen Sichtweite. Auf der rechten Seite kommen kleine Grundstücke in Sicht. Vermutlich Wochenend-Häuschen. Weiter Richtung Norden werden die Häuser auch größer. Hier knickt der Weg nach rechts ab. Nach ca. 180m kommen auf der linken Seite Garagen in Sicht, hier nach links abbiegen und zwischen den Garagen laufen. Am Ende führt ein Trampelpfad weiter, der ebenfalls nicht auf der Karte ist.

Hinter der Zufahrt zur Seniorentagesstätte Gildenhall nach links abbiegen. Der Weg führt zurück zum Wasser, dann parallel zum Ufer und am Ende wieder weg vom Wasser. So landet man auf der Wuthenower Straße. Hier nach links abbiegen und der Straße zum Ende folgen.

Nach links geht es weiter auf der Wulkower Chaussee. Die wird in ihrem weiteren Verlauf zur Friedrich-Engels-Straße und dann zur Neuruppiner Straße. Hier kommt nach einer Bushaltestelle auf der linken Seite die Straße „Seepromenade“ in Sicht. Ein Wegweiser zeigt den Uferwanderweg an. Hier wieder links abbiegen. So erreicht man das Nord- und weniger später das Westufer.

Es geht vorbei an der Seebadeanstalt. Hier schließen sich wieder Datschen an. Der Weg hindurch endet wieder bzw. biegt nach rechts ab. Hier bei der ersten Gelegenheit wieder links in die Hans-Thörner-Straße abbiegen. Am Ende dieser Straße nach links in die Ernst-Toller-Straße abbiegen. So erreichen wir eine große Hauptstraße, die Steinstraße. Auch hier erneut links abbiegen. Über den Seedamm nähern wir uns wieder dem Ausgangspunkt der Umrundung. An der Lindenallee rechts abbiegen. Hier ist die Runde dann beendet.

Die Tour zum Nachwandern unter www.komoot.de

Quellen / Leseempfehlungen

wikipedia.org/wiki/Ruppiner_See

wikipedia.org/wiki/Neuruppin

www.neuruppin.de

www.stechlin-ruppiner-land-naturpark.de

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Norman wandert fast jeden Sonntag um einen See herum. Meistens in Brandenburg, manchmal in Berlin, und sogar in seinen Urlauben findet er immer ein Gewässer, das sich umrunden lässt. Seine Ausflüge dokumentiert er auf seinem Blog und der Wanderplattform Komoot. Wir übernehmen die Wandertipps unserer Region und ergänzen sie mit Wissenswertem, interessanten Details oder kuriosen Geschichten, die wir im Netz finden.

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