Unsere Autorin lebt derzeit mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Quito, der Hauptstadt von Ecuador. In diesem sozial tief gespalteten Land leiden die Ärmsten besonders unter den Folgen der Pandemie. Nahrungsmittelspenden lindern die größte Not. Die "Damas Alemanas" sammeln Spenden, die wirklich ankommen.

Unsere fünfköpfige Familie lebt seit August letzten Jahres in Ecuador, vielen als wunderbares Reiseland bekannt, anderen als weltweiter Exporteur von Bio-Bananen. Die strengen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben die Menschen hier besonders hart getroffen:

Seit dem 18. März herrscht im ganzen Land Ausgangssperre. Nur Personen zwischen 18 und 55 Jahren dürfen von 5.00 bis 14.00 Uhr zu Fuß das Haus verlassen, um Lebensmittel einzukaufen oder zum Arzt zu gehen. Autofahren ist an einem Vormittag pro Familie erlaubt, seit März gibt es keinerlei öffentlichen Nahverkehr.

Essensausgabe in QuitoEssensausgabe in Quito

Das Problem dabei: Fünfzig Prozent der Ecuadorianer verdienen ihren Lebensunterhalt im informellen Sektor, als Tagelöhner, Haushaltshilfe, Obstverkäufer, Fischer oder Näherin an einer Straßenecke. Wegen der Ausgangssperre sind diese Menschen seit zwei Monaten praktisch ohne Einkommen: Wer nicht arbeitet, hungert.  In der größten Stadt Guayaquil, wo bereits rund 10.000 Bewohner an Corona starben, sind die Menschen auch während des Höhepunkts der Krise deshalb weiter auf die Straße gegangen. Jetzt breitet sich die Krankheit rasch in den ärmeren Vierteln der Hauptstadt und an der Küste aus, aber vielen Einwohnern bleibt nur die Wahl zwischen Hunger oder Risiko. Eine weiße oder gelbe Fahne am Haus heißt, „Ich habe nichts mehr, helft mir“.  Unendlich viele Menschen benötigen zur Zeit einfach Nahrungsmittelhilfe.

Zusammenstellung der Lebensmittel in AtacamesZusammenstellung der Lebensmittel in Atacames

Mit den „Damas Alemanas“, einem  gemeinnützigen Verein deutschsprachiger Frauen mit Sitz in Ecuador und Deutschland, versuchen wir, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen Familien in Guayaquil, in den Randbezirken von Quito und in den bitterarmen Dörfern der Küstenregion mit Lebensmitteln und Medikamenten zu helfen. Das Helfen ist schwierig, weil wir selbst ja auch nur sehr eingeschränkt das Haus verlassen können, aber zum Glück gibt es immer wieder engagierte Einheimische und kleine Organisationen, die die Nöte der Familien vor Ort kennen und sie zu Fuß erreichen können, da Transport per Auto im Moment weitgehend verboten ist. Mit einer Tüte Nahrungsmittel im Wert von ca. 20 Euro (in der Regel Kochbananen, Hülsenfrüchte, Reis, etwas Zucker, Nudeln, evtl. Milch, Fisch in Dosen, manchmal einige Eier, dazu Seife und Waschpulver) kann man eine vierköpfige Familie durch eine Woche bringen, das ist zur Zeit das Entscheidende.

Die Projektkoordinatoren vor Ort stehen mit uns in ständigem Kontakt per WhatsApp, so dass wir genau wissen, wohin unsere Hilfe gelangt. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen wollen, spenden Sie bitte (Spendenbescheinigung wird bei Angabe der Adresse zugesandt) auf das Konto der

Damas Alemanas Ecuador Deutschland e.V.

VR-Bank Dinkelsbühl
Stichwort „Coronahilfe“
BIC: GENODEF1DKV
IBAN: DE18 7659 1000 0008 9163 73

Fragen

beantwortet Benita Schauer gerne per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

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