Seewanderung: Burgwaller Waldsee und Großer Burgwaller Stich

17. Okt 2022

Norman Heise
Seewanderung: Burgwaller Waldsee und Großer Burgwaller Stich

60 Tonstiche zählt die Region um Zehdenick. Einst größter Ziegeleistandort Europas sind die ehemaligen Tagebaue heute Teil des Schutzgebietssystems NATURA 2000.

Die Havelniederung von Marienthal bis Zehdenick ist das größte von insgesamt vier eiszeitlich entstandenen Tonbecken der Umgebung. Hoher Ziegelbedarf für das wachsende Berlin löste ab dem Ende des 19. Jahrhunderts einen Boom aus: 1910 wurden in 44 Ziegeleien 625 Millionen handgestrichene Ziegel gebrannt. Der letzte Betrieb stellte 1991 seine Produktion ein. Über die Geschichte des Tonabbaus informiert heute der Ziegeleipark Mildenberg mit einem Museum und zahlreichen Veranstaltungen.

Die Natur hat sich hier die Landschaft wieder zurückerobert und lädt zum Wandern ein. Start unserer Runde ist in Burgwall an der Buswendeschleife. Mit der Straße im Rücken starten wir in Richtung Nordwesten. Wenn der See in Sicht kommt, ergibt sich die Möglichkeit vom Hauptweg auf einen Trampelpfad zu wechseln. So geht es dichter am Wasser entlang.

An dem kleinen Strand angekommen unbedingt wieder auf den Hauptweg wechseln, da der Trampelpfad im Dickicht endet und man dort nicht weiterkommt.

An der Weggabelung rechts halten. So geht es um das nördliche Ufer herum. An der folgenden Gabelung erneut halbrechts gehen. Eine wenig später schimmert das Wasser zwischen den Bäumen und wir sind am Ostufer angekommen. Es gibt ein paar wenige Stellen, um an das Ufer treten zu können. Das sind kleine Strände mit feinem Sand.

Für abenteuerlustige Menschen mit Orientierungssinn seien die Nebenwege direkt am Wasser empfohlen. Wenn es irgendwo nicht weitergeht, nach links ausweichen und dann wieder die Trampelpfade in Richtung Wasser nehmen. Am südlichen Ende des Sees ist auch der Weg plötzlich zu Ende oder so zugewachsen, dass man hier nicht mehr entlangkommt. Auch hier wieder um 90° drehen und ein Stück über Waldboden zurück zum Hauptweg.

Alle anderen bleiben auf dem Hauptweg.

Der Weg endet am Klosterwanderweg. Hier links abbiegen in Richtung der Straße, die wir von der Anreise mit dem Auto kennen. Diese Straße überqueren und auf der anderen Seite an der Gabelung rechts halten. Hier geht es über zwei Gleise ans Ufer des Großen Burgwaller Stichs. Auf gleichem Weg zurück zur Gabelung und dann rechts geht es erstmal ein Stück durch den Wald.

Am Ende des Weges rechts abbiegen. Zwischen Maasstich und Großem Burgwaller Stich geht es westwärts.

Nach den Grundstücken wird der Weg wieder schmaler und führt über eine kleine Brücke. Linker Hand fließt die Havel vorbei.

Es kommt ein „Nurdachhaus“ in Sicht. Der Weg schlängelt sich am Zaun des Grundstücks entlang. Auf der rechten Seite gibt es Tor und den Hinweis auf einen Privatweg. Durch das erste Tor und später durch ein zweites Tor, die beide unverschlossen sind und nach passieren auch wieder geschlossen werden sollen, geht es geradeaus weiter, bis der Weg nach links abbiegt.

Es geht auf die Havel zu. Vor der Havel biegt der Weg nach rechts ab und führt parallel zum Fluß nach Norden.

Wir folgen dem Weg entlang der Havel auf der linken Seite und kleinen Häusern auf der rechten Seite. Die Straße endet an einer Gabelung mit drei Wegen. Der Weg ganz rechts ist ein Privatweg den man nicht betreten soll. Den Weg links daneben, der parallel zu der Privatstraße führt, nehmen wir in Richtung Osten. Zwischen Grundstücken geht es zu der Hauptstraße, die wir zu Beginn der Umrundung des Großen Burgwaller Stichs überquert haben. Bis zum Ortsausgangsschild kann man nicht ein Stück ein den schmalen Gleisen laufen. Dann geht es ca. 230m auf oder neben der Straße und dann den Weg zurück in Richtung unseres ersten Sees, dem Burgwaller Waldsee.

An der Gabelung links halten, denn den rechten Weg haben wir schon genutzt.

Der Uferlinie folgend landen wir an einem Aussichtspunkt mit Infotafeln und einer alten Lok. An der Lok vorbei geht es weiter nach Nordwesten. Es gibt mehrere Trampelpfade, die parallel zueinander zwischen Baumreihen hindurchführen. Ca. 200m nach der Lok gibt es einen breiten Weg, der nach links abbiegt. Diesem folgen wir bis zum nächsten breiten Weg, der rechts abgeht. So geht es wieder parallel zum See zu einem kleinen Strand.

Weiter geradeaus landen wir dort wo wir unsere Runde begonnen haben. Also an der Kreuzung links abbiegen und die Runde ist beendet.

Die Tour zum Nachwandern unter www.komoot.de

Quellen / Leseempfehlungen

www.uckermaerkische-seen-naturpark.de/Unterwegs_Zehdenick.pdf

lfu.brandenburg.de/natur/natura-2000/ffh-zehdenicker-mildenberger-tonstiche

Burgwaller Tonstich

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Norman wandert fast jeden Sonntag um einen See herum. Meistens in Brandenburg, manchmal in Berlin, und sogar in seinen Urlauben findet er immer ein Gewässer, das sich umrunden lässt. Seine Ausflüge dokumentiert er auf seinem Blog und der Wanderplattform Komoot. Wir übernehmen die Wandertipps unserer Region und ergänzen sie mit Wissenswertem, interessanten Details oder kuriosen Geschichten, die wir im Netz finden.

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