20. Dez 2021
Die Tonteiche bei Bestensee sind „Produkte“ der Großstadt Berlin. Heute wie vor über 100 Jahren.
Beide Seen entstanden um 1900, als in der Region zahlreiche Ziegeleien entstanden. So auch im Jahr 1895, als die Ziegelei Heise & Schrobsdorff in der Nähe von Pätz Ton abbaute, um Mauersteine herzustellen – die wachsende Großstadt Berlin war erste Abnehmerin. Gleich vor Ort wurde der Ton zu Ziegelsteinen gebrannt. Die Ziegeleien befanden sich direkt an den Tonlöchern. Die Ziegel wurden über eine Bahnstrecke, die am Dolgensee vorbeiführte, schließlich auf der Dahme verschifft. (Quelle)
Als dann Anfang des 20. Jahrhunderts der Tonabbau aufgegeben wurde, füllten sich die Tongruben mit Grundwasser. So entstand neben dem Großen Tonteich der südlich gelegene Kleine Tonteich. Im Jahre 1928 waren die beiden Tagebaue bereits mit Wasser gefüllt. (Wikipedia)
Heute sind die Seen beliebte Bade- und Angelgewässer. Campingfreunde finden hier gleich zwei größere Standorte. Einen am Westufer, den anderen am südlichen Ufer: Hier befindet sich mit dem Naturcamping am Tonsee das größte öffentliche FKK-Gebiet im Land Brandenburg. In der Berliner Homosexuellen-Szene ist das Gelände als „Schweinchenwiese“ bekannt und beliebt – zum Ärger einiger Anwohner.
Kopulierende Männer und Frauen in freier Natur sind im Winter eher selten anzutreffen. Der Dezemberwanderer genießt die Brandenburger Stille – und läuft los:
Zum Kleinen Tonteich führt ein schmaler Trampelpfad ein kleines Stück bergab. Vor dem See nach rechts geht es dann auf ebenfalls trampelpfadartigen Wegen in direkter Ufernähe um den See. Der Weg ist mit ein paar Hürden in Form von umgestürzten Bäumen gesäumt, die es zu überklettern gilt. In den wenigsten Fällen kann man sie umlaufen.
Da der Weg direkt am Ufer entlangführt, kann man sich nicht verlaufen. Es gibt auf der Hälfte des Weges kleine Badestellen und auf der Ostseite ein paar Stege, die zu einem Pachtland gehören.
Wieder auf der Nordseite angekommen, läuft man parallel zum Campingplatz Tonsee. An der Stelle wo der Zaun in nördliche Richtung abknickt, muss man den schmalen Weg auf die wallartig anmutende Anhöhe hinauf. Auf etwas breiteren Wege geht es ein Stück durch den Wald. Der Weg endet vor dem Zaun eines weiteren Campingplatzes. Hier nach rechts in Richtung Wasser halten. Am Wasser angekommen, steht man vor dem Großen Tonteich. Der Weg führt links zwischen Campingplatz und Ufer auf einem schmalen Weg nach Norden.
An der „Anglerschutzhütte“ rechts abbiegen und auf die Halbinsel laufen, die in den See hineinragt.
Im weiteren Verlauf steht man vor einem Zaun mit einer Lücke. Dahinter befindet sich Privatgelände, was aber mit Einschränkungen betreten werden darf.
Es geht auch hier immer weiter direkt am See entlang. Nach zwei direkt aufeinanderfolgenden Badestellen erreicht man wieder die Ausläufer des Campingplatzes Tonsee. An dessen Zaun geht es weiter. Am Ende des Zaunes mit selbigem nach rechts abbiegen und an den Weggabelungen immer links halten. Diesem Weg folgend erreicht man wieder das Nordufer des Kleinen Tonteiches. Hier nach rechts abbiegend und wieder am Zaun des Campingplatzes folgend, erreicht man den Ausgangspunkt der Runde.
Die Tour zum Nachwandern unter https://www.komoot.de/tour/606916808?ref=wta
Norman wandert fast jeden Sonntag um einen See herum. Meistens in Brandenburg, manchmal in Berlin, und sogar in seinen Urlauben findet er immer ein Gewässer, das sich umrunden lässt. Seine Ausflüge dokumentiert er auf seinem Blog und der Wanderplattform Komoot. Wir übernehmen die Wandertipps unserer Region und ergänzen sie mit Wissenswertem, interessanten Details oder kuriosen Geschichten, die wir im Netz finden.
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Vom urbanen trubeligen Kiez bis zum kaum erschlossenen Landstrich, in dessen Wäldern sich wieder Wölfe ansiedeln. Im Rahmen unserer Möglichkeiten möchten wir Kindern und Familien die Vielfalt und Gegensätzlichkeit der Region Berlin-Brandenburg näherbringen.
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kulturelle Angebot der Stadt nutzen zu können, muss man nicht viel Geld
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Norman Heise wandert regelmäßig um einen See herum:
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