31. Jan 2022
Weinbau auf der Endmoräne: Die Zeschseen liegen in einer sehr besonderen Gegend – damals wie heute.
Zivilgesellschaftliches Engagement kann man nicht hoch genug schätzen. Ohne gemeinnützige Vereine gäbe es die Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen, historischen Bauten und Landschaften, sportlichen Gemeinschaftserlebnissen, manche Unterstützung für Kitas und Schulen… - nicht.
Wer sich aufmacht Richtung der Zeschseen sollte daher einen Abstecher auf den Weinberg einplanen. Der Weg dorthin ist an den Seewanderweg angebunden.
Der Weinanbau auf dem rund 93 Meter hohen Hügel lässt sich bis ins Jahr 1595 zurückverfolgen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Bewirtschaftung eingestellt. Seit 2013 hat sich der Verein „Weinberg Zesch e.V.“ zur Aufgabe gemacht, an die alte Brandenburger Winzertradition anzuknüpfen. Neben einem Weißburgunder gedeihen hier die roten Sorten Acolon und Regent, die zu einem Cuveé ausgebaut werden.
Auch wer nur die Seewanderung machen möchte, sollte sich vor dem Start auf der Webseite des Vereins den lesenswerten Artikel dazu durchlesen. Zu einigen Highlights werden Hintergründe und Geschichten erzählt: ein wenig Ortsgeschichte oder die Legende vom „Auge Gottes“ an der Badestelle.
Besonders interessant sind die Erläuterungen zur geologischen Struktur der Gegend. „Die Weichseleiszeit, die vor 150.000 Jahren begann und vor etwa 23.000 Jahren ihren Höhepunkt erreichte, formte die Endmoräne bei Zesch. Südlich des Ortes verlief die Eisrandlage. Die Eismächtigkeit betrug hier etwa 100 m. Die gestauchte Endmoräne ist in den Wäldern bei Zesch noch gut zu erkennen. Einer dieser Berge ist der 92.6 m hohe Weinberg.“
Aus Toteislöchern entstanden drei Seen, von denen heute nur noch die beiden Zeschseen übrig sind.
Let’s go.
Ausgangspunkt der Wanderung ist das Eiscafé im Ort. Von hier aus geht es auf der Hauptstraße, das Ortszentrum und Café im Rücken, ein kurzes Stück nach Osten. An der kommenden Kreuzung nach links abbiegen und auf der Straße „Unter den Eichen“ nach Norden. Der See kommt wenig später hinter den Häusern in Sicht. Der erste Teil des Weges führt auf einer unbefestigten Straße zwischen Grundstücken entlang. Am Ortsausgang wird der Blick auf den See frei. Nach ein paar Metern kommt ein Hundestrand in Sicht. Hier kann man den See zum ersten Mal ohne Sichtbarrieren überblicken.
Der Weg macht eine sanfte Linkskurve und führt so zum nördlichen Ende des Sees. Im weiteren Verlauf lässt man das Nordufer hinter sich. Der Weg führt auf eine Hochleitungstrasse zu. Davor wieder links abbiegen. Nach ein paar weiteren Metern gibt es einen Rastplatz mit schönem Ausblick auf Wiesen. Hier erneut links abbiegen und zwischen den Wiesen Richtung Süden. Leider kommt der See nicht mehr in Sicht.
Am Ende des langen geraden Weges landet man auf der befestigen „Lindenbrücker Straße“. Über diese Straße haben wir Zesch am See auch erreicht. Wer nicht unbedingt beide Seen „richtig“ umrunden möchte, überquert die Straße und folgt den Wegweisern, die den weiteren Rundweg beschreiben. Nach ca. 500m kommt der Große Zeschsee in den Blick. Der Rundweg führt am See entlang. Am östlichen Ufer befindet sich ein Campingplatz. Dem schließt sich das Strandbad an, und über die Straße „Zum Campingplatz“ erreicht man auch wieder den Ausgangspunkt der Runde.
Wer die echte Umrundung machen möchte, biegt auf der Straße nach links ab und läuft auf der Straße zurück in Richtung Zesch am See. In die erste Straße auf der rechten Seite in den Wiesenweg einbiegen. Die Straße macht in ihrem Verlauf zwei 90°- Abbiegungen. Diesem Knick folgen. Am Ende des Weges kann man nach rechts zum Wasser und einer kleinen Badestelle laufen. Zurück auf dem Weg, der jetzt Tomatensteg heißt, geht es nach Osten. Der Weg biegt am Ende nach rechts, Richtung Süden ab und führt auf den Amselpfad. Dem Amselpfad nach links wieder nach Osten folgen. Er endet vor der Straße „Zum Campingplatz“. Hier nach rechts, Richtung Südwesten.
Auf der befestigten Straße geht es an ein paar Häusern vorbei. Der Weg gabelt sich im späteren Verlauf. Hier rechts halten. Es geht leicht bergab zum Strandbad. Hinter dem Strandbad führt der Weg weiter am Wasser entlang. An der kommenden Gabelung wieder rechts halten. So landet man unterhalb bzw. neben dem Campingplatz, der nun auf der linken Seite auftaucht. Dort wo der Campingplatz zu Ende ist, wieder rechts abbiegen. Es geht um das südliche Ende des Sees. Vor der großen Eibe wieder rechts abbiegen. So geht es zum westlichen Ufer.
Der Weg führt immer in Sichtweite des Sees. Es gibt eine Gabelung. Hier rechts halten, und man erreicht das Denkmal für Friedrich Carl Leopold Grafen zu Solms. Am Denkmal wieder rechts halten bis zu einer kleinen Landzunge, die auf den See hinausgeht. Hier gibt es eine schöne Stelle zum Rast machen.
Auf den schmalen Pfaden auf der Landzunge geht es weiter am Ufer entlang und man erreicht wieder den Hauptweg. Hier nach rechts und weiter Richtung Norden. Nachdem der See aus dem Blick gerät, öffnet sich der Wald zu einer Wiese. Auf dem schmalen Pfad auf der linken Seite geht es weiter. So erreicht man wieder die Zivilisation in Form eines einzelnen Hauses. Am Zaun entlang erreicht man wieder die Straße vom Ende der Runde um den Kleinen Zeschsee. Diesmal nach rechts und zurück zum Ort. Auf bzw. neben der Straße entlang erreicht man das Ende der Runde.
Die Tour zum Nachwandern unter www.komoot.de
Norman wandert fast jeden Sonntag um einen See herum. Meistens in Brandenburg, manchmal in Berlin, und sogar in seinen Urlauben findet er immer ein Gewässer, das sich umrunden lässt. Seine Ausflüge dokumentiert er auf seinem Blog und der Wanderplattform Komoot. Wir übernehmen die Wandertipps unserer Region und ergänzen sie mit Wissenswertem, interessanten Details oder kuriosen Geschichten, die wir im Netz finden.
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