Sternenpark Westhavelland

21. Sep 2021

Daniela von Treuenfels
Sternenpark Westhavelland

Der feuchte Traum jedes Amateurastronomen und Place to be für Romantiker: Der Sternenpark Westhavelland bietet etwas für Großstädter Sensationelles: Dunkelheit.

Im Westhavelland wird es nachts so dunkel, wie in nur wenigen anderen Landstrichen in Deutschland. Zudem ist fast die gesamte 1380 Quadratkilometer große Region als Naturpark ausgewiesen und genießt daher einen besonderen Schutzstatus. 2014 wurde dem Naturpark durch die International Dark Sky Association (IDA, die Internationale Gesellschaft zum Schutz des dunklen Nachthimmels) die Bezeichnung „Reserve“ verliehen. Im Deutschen wurde daraus die Bezeichnung Sternenpark, es war der erste seiner Art in Deutschland.

Der Sternenpark umfasst das Gebiet des Naturparks Westhavelland in Brandenburg, sowie die Gemeinde Schollene in Sachsen-Anhalt. Besonders die nördliche Hälfte ist aufgrund der dünnen Besiedlung und dem Fehlen größerer Ortschaften sehr dunkel.

Dunkel war’s der Mond schien helle…

Für Sternenfreunde und Hobbyastronomen ist der Naturpark Westhavelland die Naturparkregion in Brandenburg, die sich für den Schutz der natürlichen Dunkelheit durch den maßvollen Einsatz von künstlichem Licht einsetzt. Das Projekt Sternenpark hat sich einen klaren naturschutzpolitischen Auftrag gegeben:

„Die Vermeidung von Lichtverschmutzung ist die wichtigste Aufgabe eines Sternenparks im besiedelten Raum.

Die Ziele des Sternenparks sind: Der Schutz der menschlichen Gesundheit durch besseren Schlaf, der Schutz der nachtaktiven Tier- und Pflanzenwelt, die Einsparung von Energie, Ressourcen und Geld, ein Beitrag zum Klimaschutz, der Erhalt des dunklen Sternenhimmels als ältestes Kulturgut der Menschheit, die Vorbildfunktion für andere Städte und Gemeinden, die Aufklärung zum Problem der Lichtverschmutzung und die Förderung eines nachhaltigen Naturtourismus."


Es gibt derzeit zehn offizielle Beobachtungsplätze im Sternenpark Westhavelland, die Amateurastronomen für eigenständige Beobachtungen empfohlen werden. Hier kann man relativ ungestört an dunklen Orten in die Sterne schauen. Auf einer Übersichtskarte können Interessierte sich gut orientieren.

Der Veranstaltungskalender informiert über öffentliche Sternenbeobachtungen, private Führungen, Vorträge, den jährlichen „Astro-Treff“, Nachtwanderungen, Mondscheinpaddeln und vieles mehr.

Der Natur- und Sternenpark Westhavelland ist ein frei zugängliches Gebiet ohne Öffnungszeiten, ohne Eintrittsgebühr und ohne Eingangstor. Gerade deshalb ist es wichtig, einige Grundregeln zu kennen und sie unbedingt einzuhalten: Campieren in der Landschaft ist verboten, abseits der Wege zu laufen ist in einem Naturschutzgebiet nie eine gute Idee. In der Nacht wird zudem das Tragen einer gelben Warnweste empfohlen, damit kein Jäger den Besucher für ein Reh hält.

Die beste Reisezeit ist zwischen Mitte August und Anfang Mai, wenn die Nächte schön dunkel sind. Vollmond ist zwar auch romantisch, macht aber alle Beobachtungspläne zunichte, daher sollte man die Fahrt in den Naturpark nach dem Mondkalender planen.

Naturpark Westhavelland

www.westhavelland-naturpark.de

Sternenpark Westhavelland

www.sternenpark-westhavelland.de

Earth Night

Der Sternenpark beteiligt sich an der Earth Night. Jedes Jahr im September ruft die ehrenamtliche Initiative „Paten der Nacht“ zur Beteiligung an der „Earth Night“ auf. Das Ziel der Wissenschaftler ist der Kampf gegen milliardenfaches Insektensterben und andere schädliche Auswirkungen auf die Tierwelt.

Hier geht es zu unserem Wegweiser.



Bild oben: Pixabay

Bild unten: Sternenpark Westhavelland

Übersichtskarte Sternenpark Westhavelland

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