Seewanderung: Elsensee und Baberowsee

29. Nov 2021

Norman Heise
Seewanderung: Elsensee und Baberowsee

Brandenburg hat viele Gewässer: Seen, Flüsse, Bäche – das Land ist aber arm an Wasser. Auch am Elsensee lässt sich das beobachten.

„Diese Region hat so viel Wasser… schau dich um. Das ist völlig falsch, hier gibt es überall Wasser... sieht es hier aus wie in einer Wüste? Das ist lächerlich.“ (Elon Musk)

Vielleicht weiß der reichste Mann der Welt nicht, dass seine Autofabrik in einem Wasserschutzgebiet entsteht. Vielleicht hat er auch keine Ahnung, wie viel Wasser seine Fertigung von Elektroautos pro Jahr verbraucht: 1,4 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. (s.o.) Sicher dagegen scheint: Elon Musk kennt die Gegend und die Sorgen der Menschen rund um Grünheide nicht.

Der Elsensee ist Teil der eiszeitlichen Kageler Rinne, im Südwesten schließt die Grünheider Seenkette an. Vor Jahrhunderten haben die Zisterziensermönche rund um das Kloster Zinna der Mark durch den Aufbau der Wasserwirtschaft zu wirtschaftlichem Erfolg verholfen. Heute kämpft die „Interessengemeinschaft Niedrigwasser Elsensee“ gegen die zunehmende Verlandung.

Im Laufe unserer Wanderung ist der Prozess eindrucksvoll zu beobachten.

Los geht’s.

Die beiden Gewässer, Elsensee und Baberowsee, waren eigentlich nur als „Lückenschluss“ der Seenketten von Maxsee im Nordosten bis zum Werlsee (siehe Umrundung des benachbarten Peetzsees) im Südosten zu umrunden. Schon beim Blick auf die Karte war relativ klar, dass von den beiden Seen nur wenig zu sehen sein wird. So war es leider auch. Es war trotzdem eine abwechslungsreiche Umrundung, eben nur mit Blick auf Häuser und in Vorgärten. Wer genau hinschaut, kann ein modernes architektonisches Highlight anschauen,

Start der Runde ist die Badestelle am Elsensee. Es gibt einen schönen Blick auf den See. An den Uferkonturen und vor allem an den Stegen ist zu erkennen, dass der See mal wesentlich mehr Wasser führte.

Von hier geht es auf dem Fuß- und Radweg entlang der Straße bis zu einer Querstraße namens „Am Elsenstau“. Am Ende führt ein kleiner Trampelpfad zum Ufer. So hat man einmal die Sicht von der Westseite vom Anfang der Runde und jetzt von Osten.

Zurück auf dem Fuß- und Radweg geht es nach Kagel. Wir haben hier einen Abstecher auf die „Halbinsel“ gemacht. Aber auch hier gibt es nur durch die Zäune schmale Sichtfenster auf den See.

Durch Kagel, vorbei an der alten Schule und der Kirche, die wir schon von einer einer Runde um den Bauern- und den Liebenberger See kennen, geht es am Siedlerweg nach links. Wieder vorbei an Häuserfronten geht es auf das Ende des Baberowsees zu, der an keiner Stelle einen öffentlichen Uferabschnitt hat.

Entlang einer großen Wiese geht es zum Nordufer des Elsensees. Auch hier geht es zwischen Grundstücken zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Kurz vor Ende gibt es nochmal ein kleines Stück mit Zugang zum Ufer und Blick über den gesamten See.

Die Tour zum Nachwandern unter https://www.komoot.de/tour/581922876?ref=wta

Elsensee

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